Wohnhaus R/Y

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Wohnhaus R/Y

In einer ländlichen Region in Süddeutschland, am Ortsrand neben einem Bachlauf gelegen, entstand das Haus R/Y aus einem leer stehenden, ungenutzten Lagergebäude. Das ursprüngliche Nebengebäude eines Einfamilienhauses aus den 1970er Jahren durfte aufgrund der planungsrechtlichen Festsetzungen in seiner äußeren Kubatur nicht verändert werden. In dem vorgefunden Gebäudevolumen soll eine großzügige Wohnung für eine kleine Familie entstehen.

Ziel des Entwurfes ist die Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen Wohnung, Garten und angrenzender Weinberglandschaft zu stärken. Ähnlich wie ein großformatiges Gemälde lässt ein langgestrecktes, horizontales Fenster den Landschaftsraum zum Bestandteil des Wohnraumes werden. Dieser grenzt an der gegenüberliegenden, nach Westen orientierten Raumseite direkt an die Gartenterrasse an. Raumhöhe und lamellierte Holzfaltelemente ermöglichen einen variierten Sonnenlichteinfall und schützen das Innere des Hauses vor unerwünschten Einblicken. Die Innenraumgestaltung wird von einer leicht gebogenen Wand aus vermauerten Betonwerksteinen dominiert. Diese grenzt die individuellen Schlafräume von den offenen gestalteten Wohn- und Erschließungsräumen ab und setzt sich als Gartenmauer im Außenraum fort.

Architekten: Gaby Heijltjes, Peter Zirkel
Ort: Am Kobenrain 16, 63820 Elsenfeld
Auftraggeber: privat
Realisierung: 1996
Gaby Heijltjes
Peter Zirkel
BGF: 150 m²
Fachplaner: Tragwerk: Eugen Oberle, Elsenfeld

Kur- und Kongreßhalle

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Kur- und Kongreßhalle

Bad Windsheim, eine Kleinstadt im Mittelfränkischen westlich von Nürnberg gelegen, zeichnet sich durch seine ländliche Prägung und durch seinen Status als Kurort (Krönungsquellen) aus. Nördlich der Altstadt gelegen, direkt neben dem landschaftlich reizvollen Kurpark soll ein neues Kur- und Kongresszentrum entstehen, welches Veranstaltungsräumen, ein Hotel, mehrere Restaurants und verschiedene administrative Räumlichkeiten beherbergen soll.

Wesentlicher Grundgedanke des Entwurfes ist die Schaffung einer markanten Eingangssituation an einer Hauptzufahrt zum Zentrum von Bad Windsheim. Durch die Konzentration der geplanten Baumasse im südlichen Teil des Grundstückes entsteht dort ein Baukörper, der von der Bundesstraße aus deutlich wahrnehmbar ist. Durch die städtebauliche Setzung ist es weiter möglich, die Grünspange entlang der Kühlsheimer Straße in ihrer weitläufigen Ausdehnung zu erhalten; und den Kurpark mit Kur- und Kongresszentrum mit dem Freibad räumlich zu verknüpfen.

Architekten: Gaby Heijltjes, Peter Zirkel
Ort: Erkenbrechtallee 2,91438 Bad Windsheim
Auftraggeber: Stadt Bad Windsheim
Wettbewerb: 1993, Ankauf
Gaby Heijltjes
Peter Zirkel
BGF: 4.300 m²