Wohnungsbau Triemli

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Wohnungsbau Triemli

Die Wohnsiedlung Triemli ist Teil einer Gesamtanlage mit insgesamt 744 Mietwohnungen in Zürich-Albisrieden, die sich im Besitz der Baugenossenschaft Sonnengarten (BGS) befinden. Diese wurden zwischen 1945 und 1952 errichtet. Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit der Siedlung und der neu entstanden Lärmsituation entlang der Birmensdorfer Straße entschied sich die BGS zum Abbruch eines Teiles der Siedlung und zum Ersatzneubau der Wohnsiedlung Triemli. Mit den neu zu errichtenden 180 Wohnungen besteht die Chance, das Wohnen in einer parkähnlichen Anlage neu zu konzipieren und gleichzeitig eine höhere Wohnqualität mit einer optimalen Ausnutzung des Grundstückes zu schaffen.

Der Entwurf versucht an die gestaffelte Zeilenstruktur der bestehenden Genossenschaftssiedlung anzuknüpfen. Gleichzeitig erzeugen die sechs eng gesetzten, punktförmigen Häuser einen für sich insularen Charakter mit einer eigenen Ausdruckskraft. Die windmühlen- oder kleeblattartigen Haustypen werden so gesetzt, dass ein großer parkähnlicher Außenraum gegen das Triemli frei bleibt. Die Häusergruppen werden je über einen gemeinsamen Hofbereich erschlossen. Die kleeblattartige Form erlaubt es, den Wohnungen eine dreiseitige Orientierung mit optimaler Besonnung und Weitsicht zu geben.

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Triemlistraße / Birmensdorferstrasse, 8010 Zürich (CH)
Auftraggeber: Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Wettbewerb: 2005, 11. Preis
Eleanore Lucke
Berit Mertschning
Silke Wollenweber
BGF: 17.500 m²
Fachplaner: Freianlagen: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

Kräutersiedlung Gorbitz

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Kräutersiedlung Gorbitz

Die in den 1980er Jahren entstanden Großsiedlung mit ca. 14.000 Wohnungen in industrieller Vorfertigung gebaut, ist seit Ende der 1990er Jahre durch einen relativ hohen Wohnungsleerstand geprägt. Die Kräutersiedlung ist ein kleiner Teil des Stadtteiles Gorbitz am Westhang des Elbtals. Gelegen zwischen der Kleinsiedlung Wetterscheide und der vierspurigen Coventrystraße ist das Areal sehr gut erschlossen. Im Herbst 2004 wurden die vorhanden Plattenbauten auf dem ca. 3,9 Hektar großen Gebiet abgebrochen. Im Zuge der Rückbaumaßnahmen wurde die technische Infrastruktur auf die zukünftige Bebauung angepasst. Es ist geplant, eine kleinteilige Siedlungsstruktur zu entwickeln, die individuellen Wohnungsbau auf eigenem Grund und Boden ermöglicht.

Der Planungsbereich wird durch eine Nordsüdachse in zwei unterschiedliche Strukturen geteilt. Während sich der östliche Bereich in der Gebäudestruktur (Einzelgebäude) an dem angrenzenden Baugebiet Wetterscheide orientiert, bilden die Wohnhof- und Reihenhausstrukturen im Westen den Übergang zum Plattenbaugebiet. Die Kräutersiedlung ist durch den Kontrast von dichter und lockerer Bebauung geprägt. Die Sackgassenerschließungen werden als Straßenanger ausgebildet und erhalten dadurch einen kommunikativen Charakter (Nachbarschaft).

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Kamilienweg / Thymianweg / Schlehenstraße, 01279 Dresden
Auftraggeber: Eisenbahner Wohnungsbaugenossenschaft, Dresden
Wettbewerb: 2005, 1. Preis
Vicki Anders
Didier van der Heyden
Kerstin Rusch
BGF: 27.000 m²
Fachplaner: Freianlagen: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

JVA Kaßberg

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JVA Kaßberg

Die Teilanstalt Kaßberg befindet sich am Westrand des Stadtzentrums von Chemnitz. Das Kaßberggebiet ist ein zusammenhängendes Wohngebiet mit überwiegend gründerzeitlicher Bebauung. Das Vollzugsgebäude wurde zur Ergänzung des Gerichtskomplexes ca. 1890 als Haftanstalt errichtet. Bis 1989 wurde die Liegenschaft der JVA als Untersuchungshaftanstalt und Gefängnis genutzt. Das nun zu sanierende Hafthaus D bildet den östlichen Abschluss der Vollzugsanstalt. Der Längstrakt ist teilweise einhüftig organisiert, so dass die Flure natürlich belichtet werden. Ziel der Sanierungsmaßnahme ist es, die Haftbedingungen der Gefangenen sowie die Arbeitsbedingungen der Bediensteten an die heutigen Erfordernisse anzupassen.

Aufgrund der geringen Grundfläche (8 m²) der vorhandenen Zellen werden aus drei nun zwei Haftzellen mit zwei Sanitärkabinen jeweils zum angrenzenden Haftraum. Entwurfsschwerpunkt war die Farbgestaltung. Die Flurwände wurden von zahlreichen Einbauten befreit und sind mit kräftigen, von Zellentür zu Zellentür wechselnden Farben gestrichen. Dieselbe Farbe findet sich in der entsprechenden Zelle wieder. Dies dient zum einen der besseren Orientierung innerhalb des Gebäudes, zum anderen erhält jede Zelle dadurch einen individuellen Charakter. Dies soll eine positivere Haltung des Häftlings zum Zellenraum befördern und dem Vandalismus vorbeugen.

Architekten: Schmitz Zirkel Architekten
Ort: Hohe Straße 21, 09112 Chemnitz
Auftraggeber: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (Nl. C), Chemnitz
Realisierung: 2005
Silke Wollenweber
BGF: 3.100 m²
Fachplaner: Tragwerk: Bau-Consult, Hohenstein-Ernstthal
Gebäudetechnik (HLS): Ingenieurbüro Hartmannsdorf
Gebäudetechnik (Elt): Ingenieurbüro Ullm, Hennersdorf
Brandschutz: F-Plan, Dresden

Fassade Hotel de Saxe

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Fassade Hotel de Saxe

Beim Neubau des Hotel de Saxe handelt es sich um eine Rekonstruktion eines Gebäudes, dass an gleicher Stelle, 1888 abgerissen wurde. Nach der Zerstörung des Nachfolgegebäudes im Zweiten Weltkrieg blieb das Grundstück unbebaut und soll nun in einer Melange aus rekonstruierten Leitbauten und adaptierten historischen Fassaden neu bebaut werden. Aufgrund einer nicht ausreichenden befundenen Quellenlage wurde für zwei ehemalige schmale Parzellen des Gebäudekomplexes eine zeitgemäße Fassadengestaltung angestrebt. Der Entwurf für einer dieser Bereiche an der Moritzstraße thematisiert architektonisch einen Gebäudeabschluss des Hotelkomplexes in direkter Nachbarschaft der wieder aufgebauten Frauenkirche.

Die zeitgemäß gestaltete Fassade übernimmt vom Nachbarbau die Gliederung in Erdgeschoss, Mittel- und Dachzone. Hier jedoch liegt eine Schale von 12 cm starkem Sandstein – dem Material der bedeutenden Bauten des Dresdner Zentrums – vor der Außenwand. Ein feiner Rahmen aus pulverbeschichtetem Stahl bildet die Faschen um die großformatigen Fenster. In diese Rahmen wurden farbige Gussglasscheiben eingesetzt. Der orange Farbton gibt der Fassade eine warme, edle Besonderheit und schafft wechselnde Farbeffekte im Innern.

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Moritzstraße 1b, 01219 Dresden
Auftraggeber: Hotel de Saxe an der Frauenkirche GmbH, Dresden
Wettbewerb: 2003, 1. Preis
Gaby Heijltjes
Martin Krause
Realisierung: 2005
Vicky Anders
Fachplaner: Generalplaner: IPRO, Dresden

Gewerbe VIII.5/6

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Gewerbe VIII.5/6

Das Gebiet ist von der irritierenden Ortlosigkeit heutiger Gewerbeperipherien gekennzeichnet. Es befindet sich am Übergang eines neu entstandenen Wohngebietes auf einem ehemaligen Sägewerksgelände in Elsenfeld am Main und eines sich über die Jahre unstrukturiert entwickelnden Gewerbegebietes in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Der Neubau mit seinen zwei Ladeneinheiten komplettiert ein um einen zentralen Parkplatzbereich angeordnetes Karree drei bestehender Gewerbeeinheiten. Der Logik heutiger Einkaufsmärkte folgend sind die Zugänge zu den beiden Läden nicht zur Straße, sondern zum Parkplatz hin orientiert. Die gesamte Erdgeschossfläche ist als stützenfreie Halle ausgebildet. Im Obergeschoss sind die notwendigen Neben- und Technikräume angeordnet. Die streng ökonomisierte Gestalt des Bauwerks mit seinen vorgefertigten Großformat-Betonsandwichelementen wurde durch das Fugenmaß der Elemente und durch Nuancen der Textur leise strukturiert. Das die Zufahrt einfassende Obergeschoss aus glatten anthrazitfarbenen Betontafeln setzt sich subtil von der filigranen, horizontalen Profilierung des lang gestreckten Sockelgeschoss ab.

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Bahnhofstraße 29, 63820 Elsenfeld
Auftraggeber: AZ Wohn- und Gewerbebau, Elsenfeld
Realisierung: 2005
Vicky Anders
BGF: 480 m²
Fachplaner: Tragwerk: Dr.-Ing. Thomas Wolf, Aschaffenburg
Gebäudetechnik (HLS): Ingenieurbüro für Haustechnik Klein, Obernburg
Gebäudetechnik (Elt): Büro für Elektrotechnik Langer, Elsenfeld
Bauüberwachung: Bauquadrat (Christoph Vogt), Michelstadt

Genossenschaftswohnungen Löbtau

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Genossenschaftswohnungen Löbtau

Der gesamte Gebäudekomplex wurde als genossenschaftliche Maßnahme zur Minderung der Wohnungsnot um die Jahrhundertwende projektiert. Der damalige Kleinwohnungs-Bauverein beauftragte den Dresdner Architekten Otto Schubert kurz vor dem Ersten Weltkrieg mit der Planung des gesamten Komplexes. Aufgrund des Krieges konnte die Anlage erst zwischen 1919 und 1925 realisiert werden. Es entstanden 176 2-Raum-Wohnungen in 22 Häusern. Nach denkmalgerechter Fassaden- und Dachsanierung Mitte der 1990er Jahren sollten die Wohnungen im Innern modernisiert und eine größere Typenvielfalt an Mietwohnungen geplant werden.

Grundsätzlich ist jede Wohnung mit einem natürlich belichteten/belüfteten Bad, einer relativ großen Wohnküche und etwa gleichgroßen Räumen ausgestattet. Dadurch ist die flexible Einrichtung für unterschiedliche Nutzgruppen (Familie, WGs etc.) möglich. Unterschieden werden die Wohnungstypen nach Lage im Haus. Die beiden unteren Etagen beherbergen vor allem kleiner Wohnungen für Ältere und Maisonettewohnungen für Familien. Dadurch profitieren mehr Bewohner von einer unmittelbar an die Wohnung anschließende Gartennutzung im Erdgeschoss. In den Obergeschossen entstehen überwiegend 3-Raum-Wohnungen durch die Zusammenlegungen von Einheiten über die existierende Wohnungstrennwand hinweg.

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Pennricher Str. 8 - 20, Gohlisener Str. 35 - 43, 01157 Dresden
Auftraggeber: Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden
Realisierung: 2005
Gaby Heijltjes
Ingmar Segebarth
Gunnar Sellien
BGF: 12.000 m²
Fachplaner: Tragwerk: Ingeneiurbüro Ruppert, Dresden
Gebäudetechnik: PlanBau, Dresden
Brandschutz: Thiele Brandschutz, Dresden