Mediathek Burg Giebichenstein

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Mediathek Burg Giebichenstein

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zählt zu den führenden Ausbildungsstätten für Kunstgewerbe, grafische Gestaltung und Innenarchitektur in Deutschland. Der Campus Design entwickelte sich nach dem Kriege vor allem auf dem ursprünglichen Anwesen der Bankiers-Familie Steckner, das um 1900 errichtet wurde. Eine Villa mit herrschaftlichem Anspruch in einer weitläufigen Gartenanlage am Mühlgraben der Saale wurde über die Jahre mit Lehrklassengebäude, Werkstätten und administrativen Gebäude verdichtet und zu einem Campus umgewidmet. Auf der letzten frei verbliebenen Fläche ist jetzt die neue Mediathek entstanden.

Der respektvolle Umgang mit den Villenarchitekturen der Nachbarschaft und die gleichzeitige Schaffung einer eindeutigen Campusmitte zeichnet den Entwurf für die Mediathek aus. Ein langgestreckter Baukörper, dessen größter Teil in der Erde vergraben ist, reduziert das oberirdische Bauvolumen auf ein Minimum. So bleibt die Hierarchie von Haupthaus (Villa Steckner) und Nebenhaus (Mediathek) gewahrt, ohne dass die souveräne Eigenständigkeit des Neubaus dadurch in Frage gestellt wird. Er kann als pavillonartiges Gebäude, ähnlich der Tradition früher Orangerien, als eigebettet in eine Parklandschaft gelesen werden. Strukturelemente solcher Architekturen -Holz, Glas, Raster- finden sich auch an der Fassade der Mediathek wieder.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Projektpartner: ZILA Freie Architekten, Leipzig
Ort: Neuwerk 7, 06108 Halle
Auftraggeber: Bau -und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, Halle
Wettbewerb: 2011, 1. Preis
Dirk Lämmel
Clemens Zirkelbach
Realisierung: 2015
Falk Eisenächer
Carina Fürstenau
Dirk Lämmel
Silke Wollenweber
Clemens Zirkelbach

BGF: 2.391 m²
Fachplaner: Tragwerk: R&P Ruffert, Halle
Gebäudetechnik (HLS): MLT Ingenieure, Leipzig
Gebäudetechnik (Elt): ABW Elektroplan, Eisleben
Freianlagen: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Fotograf: Werner Huthmacher, Berlin
Auszeichnungen: Auszeichnung – Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2016
Auszeichnung – Deutscher Hochschulbaupreis 2016
Winner – German Design Award 2017, Kategorie Architecture
Nominierung – DAM-Preis 2017
Engere Wahl – Deutscher Architektur Preis 2017
Anerkennung – Hannes-Meyer-Preis 2018
Nike für Komposition - BDA-Architekturpreis 2019

Büroexkursion 2015: Hamburg

Das Programm beinhaltete u.a.:

Energiebunker Wilhelmsburg (HeggerHeggerSchleiff, 2013)
Jugendzentrum (Kersten+Kopp, 2010)
Inselleben (Hausschild+Siegel, 2013)
Finanzbehörde (Fritz Schumacher, 1926)
Grundbuchhalle (Fritz Schumacher, 1930)
Kontorhaus Brahms (Lundt & Kallmorgen, 1904)
Galerie der Gegenwart (O.M.Ungers, 1997)
Rechtshaus (medium Architekten,2004)
Staatsarchiv (Jan Störmer, 1997)
Waterfront Osterbek (Fink+Jocher, 2011)
Krematorium Ohlsdorf (Fritz Schumacher, 1932)
Bürobesichtigung APB (Moritz Schneider)
HafenCity Universität (Code Unique, 2014)
Elbphilharmonie (Herzog & de Meuron, 2017)
Katharinenquartier (Kleffel Papay Warncke, 2014)
Büro-und Geschäftshaus Domstraße (Schenk+Waiblinger, 2009)
Bildungszentrum Innovations-Campus (Hörter+Trautmann, 2014)
Sprinkenhof (Fritz Höger, 1947)
Chilehaus (Fritz Höger, 1924)


Wohnen Plus, Elsenfeld

Mit der Bebauung am Gatterweg findet die 15 Jahre dauernde Konversion eines 4 ha großen Industriegeländes in ein Wohngebiet seinen vorläufigen Abschluss. Die beiden Hauseinheiten vollenden den Straßenraum am Gatterweg in Elsenfeld am Main. 17 Wohnungen in unterschiedlichen Größen wurden termingerecht an die Eigentümer übergeben. Die Häuser erfüllen die Anforderungen an das barrierefreie Bauen und sind mit KfW-70-Standard realisiert.

Wohnen Plus