Alle Jahre wieder!

F29 Architekten wünschen allen Freunden und Geschäftspartnern ein Frohes Fest und ein erfolgreiches Jahr 2016!


Bauhaus Archiv

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Bauhaus Archiv

Die Bundesrepublik Deutschland begeht 2019 das 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses, der wichtigsten Schule für Architektur und Design im 20. Jahrhundert. Hierfür soll das Bestandsgebäude denkmalgerecht saniert und um einen Neubau erweitert werden. Das Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte des Bauhauses.

Der Erweiterungsbau entwickelt sich aus den städtebaulichen Gegebenheiten des Grundstücks, welches einerseits durch die verkehrsreiche Klingelhöferstraße, andererseits durch den Grünzug entlang des Landwehrkanals geprägt wird. Das bestehende Gebäude von Walter Gropius wird als Villa in umhegten Garten interpretiert. Die Erweiterung positioniert sich entlang der Grundstücksgrenzen und bildet durch diese Setzung eine eindeutige Trennung zum Straßenraum aus. Der prägnante kupferverkleidete Baukörper des Erweiterungsbaus beherbergt Wechselausstellungen und Administration. Dauerausstellung und Depots sind dagegen unterirdische, unter dem Gartenniveau angeordnet. Das vollkommen verglaste Erdgeschoss an der Straße lässt den Gropius’schen Bestandsbau vom Stadtraum aus erlebbar werden.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Ort: Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin
Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Wettbewerb: 2015, Anerkennung
Martin Gebauer
Reni Raschke
BGF: 6.600 m²
Fachplaner: Gebäudetechnik: INNIUS DÖ, Dresden

Antoniter Quartier

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Antoniter Quartier

Mitten im Stadtzentrum von Köln, an der Schildergasse, steht die evangelische Antoniterkirche. Die 1378 fertig gestellte dreischiffige gotische Pfeilerbasilika wurde nach der Beschädigung im Zweiten Weltkrieg bis 1952 wieder aufgebaut. Sie ist heute nach dem Kölner Dom die meistbesuchte Kirche Kölns und beherbergt u.a. in einem Seitenschiff die Bronzeplastik „Der Schwebende“ von Ernst Barlach. Das Grundstück im Anschluss an die Kirche soll zu einem Quartier mit kirchlicher, kommerzieller und Wohnnutzung entwickelt werden und der Citykirchengemeinde neue räumliche Möglichkeiten eröffnen.

Der Entwurf befreit die Antoniterkirche von den südlich angrenzenden Bestandsgebäuden und definiert einen neuen Blockrandabschluss zwischen Schildergasse und Antoniterstraße. Eingerahmt zwischen der neuen Blockrandbebauung im Osten und der bestehenden Bebauung im Westen bilden die beiden freigestellten Baukörper Antoniterkirche und Citykirchenzentrum ein stadträumliches Spannungsfeld, in dem der neue Kirchplatz vielfältige Freiräume für die Aktivitäten des Gemeindelebens bietet. Sämtliche kirchliche Funktionen sind nachvollziehbar in dem freistehenden Gebäude am Platz über vier Etagen organisiert. Kommerzielle Funktionen befinden sich im Erdgeschoss an der neuen Fußgängerpassage zwischen Schildergasse und Antoniterstraße.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Ort: Schildergasse 57, 50667 Köln
Auftraggeber: Evangelische Gemeinde Köln
Wettbewerb: 2015, Anerkennung
Martin Gebauer
Gaby Heijltjes
Maximilian Korth
BGF: 7.400 m²

Parochialkirche

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Parochialkirche

Der Zentralraum der Parochialkirche gehört zu den eindrücklichsten Innenräumen in Berlin. Nach ihrer Fertigstellung 1703 wurde die Kirche durch die Zerstörung im Jahre 1944 und ihrem reduzierten – die „Wunden“ des Zweiten Weltkriegs nicht tilgenden – Wiederaufbau zugleich zu einem Monument deutscher Geschichte. Die Gemeinde ist Eigentümerin der Kunstsammlung der St. Marienkirche und hat die Stiftung kirchliches Kulturerbe in Berlin und Brandenburg gegründet. Ihr Anliegen ist es, unter anderem mit Ausstellungs- und Restaurierungsprojekten in der Parochialkirche, im Herzen Berlins, die Aufmerksamkeit und das Engagement für den Erhalt der kirchlichen Kunst der Mark Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz zu wecken.

Ausgehend von der Situation schlägt der Entwurf die Entwicklung eines „Raum im Raum“ vor. Abgeleitet von der Grundrissform entwickelt sich ein Raum-Möbel, dessen umlaufendes Volumen sich der Brüstungshöhe der Kirchenfenster unterordnet und die Kunstsammlung aufnimmt. Parallel zur Außenwand angeordnet, rückt das Möbel bewusst von ihr ab und kreiert einen Zwischenraum, der begangen werden kann. Er kräftigt die Autonomie des eingestellten Objekts und stört nicht die Ablesbarkeit der Spuren von Zerstörung und Wiederaufbau.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Ort: Klosterstraße 67, 10179 Berlin
Auftraggeber: Stiftung Kirchliches Kulturerbe, Berlin
Wettbewerb: 2015
Martin Gebauer
BGF: 1.850 m²
Fachplaner: Gebäudetechnik: INNIUS DÖ, Dresden

Cottbusser Tor

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Cottbusser Tor

Die Wohnanlage wurde von 1937 bis 1939 durch den Cottbuser Architekten Rudolf Stiefler erbaut. Es entstanden Wohnungen für verheiratete Unteroffiziere der in Nachbarschaft befindlichen Hermann-Löns-Kaserne. Die Wohnanlage besitzt neben ihrer architektur- und ortsgeschichtlichen Bedeutung, die sich mit der Substanz und dem Erscheinungsbild verbinden, eine besondere städtebauliche Wirkung als „Eingangstor“ in die Stadt Cottbus aus Richtung Spremberg. Das seit Jahren leerstehende Ensemble soll umfassend saniert und wieder für Wohnzwecke mit einem zeitgemäßen Wohnungsmix genutzt werden.

Ausgehend von der Priorität des Erhalts der stadträumlichen Wirkung der Gesamtanlage beschränken sich die Interventionen zum größten Teil auf das Gebäudeinnere und den Hof. Die Straßenfassade bleibt in ihrer Gesamterscheinung und Materialität erhalten und wird lediglich renoviert. Dem Bestandsgebäude wird auf der Hofseite ein großzügiges Balkon- und Laubengangelement mit einem Personenaufzug angefügt. Dies ermöglicht einerseits die barrierefreie Erschließung vieler Wohnungen, andererseits ist dies ein Zugewinn von kostengünstig herzustellenden, vermietbaren und attraktiven Wohnflächen.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Ort: Dresdner Straße 52-57 / Hermann-Löns-Straße 14-15, 034046 Cottbus
Auftraggeber: GWC Gebäudewirtschaft Cottbus
Wettbewerb: 2015, Engere Wahl (2. Phase)
Martin Gebauer
Lothar Heinzelmann
Conrad Lohmann
BGF: 8.050 m²