Altcotta

063

Altcotta

Der Eigentümer des Einzelhandelskomplexes „Am Frosch“ in Altcotta beabsichtigt eine hochbauliche Neuausrichtung. Dabei soll der bestehende Einzelhandel ersetzt werden und zusätzlich eine Pflegeeinrichtung mit Einheiten für altersgerechtes Wohnen unterkommen. Ergänzend soll die Eignung für die Einordnung von mehrgeschossigem sozialem Wohnungsbau untersucht werden. Neben der Bedarfsdeckung von Sozialwohnungen geht es dabei vordergründig um die Untersuchung hinsichtlich eines städtebaulich-räumlichen Abschlusses des neuen Quartieres im Umfeld des Rathauses in Altcotta.

Der Entwurf überzeugt einerseits durch die klare Fassung von Räumen mit einer ruhigen städtebaulichen Figur und andererseits durch den angemessenen städtischen Charakter mit der Setzung eines kraftvollen Abschlusses zur Platzfläche. Damit werden eine klare Adressbildung sowie ein identifizierbares Zentrum in Altcotta geschaffen. Die städtebauliche Fügung des Gebäudes „Frosch“ in die Figur der Blockrandbebauung funktioniert ganz selbstverständlich im städtischen Kontext.

Architekten: F29 Architekten
Peter Zirkel
Ort: Lübecker Straße / Raimundstraße, 01157 Dresden
Auftraggeber: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt
Wettbewerb: 2017, 1.Preis
Ginte Milvydaite
Silke Wollenweber
BGF: 7.000 m²
Fachplaner: Freianlagen: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

Wohnungsbau am Bayerischen Bahnhof, Leipzig 1.Preis

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, eine 100%ige Tochter der Stadt Leipzig, und mit ca. 35.000 Wohnungen der größte Wohnungsanbieter in der Region, beabsichtigt einen Neubau im Stadtteil Zentrum-Süd in Leipzig zu errichten. Unweit des Bayerischen Bahnhofes gelegen, befindet sich das Grundstück an der Schnittstelle zwischen gründerzeitlicher Stadtstruktur und offener Zeilenbebauung aus den 1970er Jahren. Dort soll ein gemischt genutztes Gebäude, mit unterschiedlichem Wohnungsangebot, Gewerbeeinheiten und einer Kita, entstehen.

Der Beitrag von F29 gliedert das Grundstück in zwei Bereiche, die mit zwei unterschiedlichen Baukörpern besetzt werden. Eine zeilenartige Bebauung entlang der Bernhard-Göring-Straße und ein punktförmiges Gebäude am Übergang zum bestehenden Plattenbau im Hof. Die unterschiedlichen Nutzungen werden horizontal im Haus übereinander angeordnet: Läden, Kita und Sozialwohnungen in den Sockelzonen, die Regelwohnungen in den darüber liegenden Etagen und die Penthousewohnungen in den Dachgeschossen.

Bei der Jurysitzung am 16.02.2017 wurde der Beitrag von F29 Architekten in Zusammenarbeit mit APB.Architekten, Hamburg mit dem 1.Preis ausgezeichnet.