Eröffnung

Nachdem der Umbau des Sowjetischen Pavillons zum neuen Stadtarchiv Leipzigs Anfang des Jahres abgeschlossen wurde, rückt jetzt der Eröffnungstermin näher.
Bis Juli 2019 verpackten und transportierten die Mitarbeiter des Stadtarchives 539 laufende Meter Karteikarten der Meldekarteien, 440 laufende Meter Akten der Geburten-, Ehe- und Sterbebücher ab 1876, 3.650 laufende Meter Akten der Verwaltung ab 1990, 90.000 Karten und Pläne, 350.000 Fotos und Postkarten sowie Urkunden, Geschäftsbücher, Zeitungen, Druckschriften und Akten der Zeit vor 1830. Ab August sind nach und nach alle Mitarbeiter am neuen Standort auf der Alten Messe angekommen und passen die Arbeitsabläufe an die neuen Gegebenheiten an, damit das Haus Anfang November wieder für die Bürger eröffnet werden kann.

Sowjetischer Pavillon


Pecha-Kucha-Abend mit Peter Zirkel

Die Architektenkammer Sachsen lädt in diesem Jahr erstmals zur Wohnbaukonferenz nach Dresden ein. Schwerpunktthema wird verantwortungsvoller und kostengünstiger Wohnungsbau in Sachsen sein. Exklusiv für alle Teilnehmer gibt es bereits am Vortag einen Pecha-Kucha-Abend mit spannenden nationalen und internationalen Wohnprojekten. Peter Zirkel spricht unter dem Titel "Mischen" im Rahmen der Veranstaltung am 18.09.2019, ab 18:30 Uhr im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK).

Zum Programm auf der Kammerhomepage


Ministerpräsident legt Grundstein

Im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretzschmar, wurde der Grundstein für ein Wohnungsneubauprojekt in der Nähe des Bayrischen Bahnhofs in Leipzig gelegt. An der Bernhard-Göring-Straße entstehen 97 Wohnungen und eine Kindertagesstätte in einem von Peter Zirkel GvA und APB Architekten geplanten städtischen Ensemble, das jetzt unter alleiniger Verantwortung der Firma Züblin realisiert wird. 61 Wohnungen werden entsprechend der Richtlinie gebundener Mietwohnraum des Freistaates Sachsen gefördert und später für eine Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter an berechtigte Personen vermietet. Kretzschmar verdeutlichte in seiner Ansprache, dass die Schaffung und der Erhalt bezahlbarer Wohnungen in Großstädten auch staatliche Aufgaben sind. Neben dem quantitativen Aspekt hätten wir uns von ihm gleichzeitig ein Bekenntnis zur architektonischen Qualität gewünscht. Wohnungsbau ist eine soziale Aufgabe, aber auch Eine, die den Lebensraum unserer Städte wesentlich prägt. Dafür muss man jetzt Geld in die Hand nehmen um eine langfristige und dadurch nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.

 

Wohnungsbau am Bayrischen Bahnhof, Leipzig


Kasernen zu Bibliotheken

Die ehemalige Kasernenanlage an der Ulmenstraße wurde ab 1886 als Infanteriekaserne des Großherzoglich-Mecklenburgischen Füsilier-Regiments Nr. 90 „Kaiser Wilhelm“ errichtet und war bis 1992 in militärischer Nutzung. Seitdem dient das Areal als Geisteswissenschaftlicher Campus der Universität Rostock. Der Umwandlungsprozess hat seinen Höhepunkt mit dem nun geplanten Neubau der Bereichsbibliothek mit Seminarzentrum.

Dafür  lobte das Land Mecklenburg-Vorpommern einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb aus. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Jórunn Ragnarsdóttir zeichnete den Beitrag von Peter Zirkel, in Zusammenarbeit mit Lemme Locke Lührs Architektinnen, mit einer Anerkennung bei 18 Teilnehmern aus.

Die überraschend einfache stadträumliche Eingliederung und die sich daraus ergebende Fortschreibung der strengen räumlichen Vorgaben der ehemaligen Kasernen überzeugten besonders. Mit der zweigeschossigen Aufstockung des ehemaligen Exerzierhauses wird der Bibliotheksneubau sichtbar auf dem Campus verankert, da sich dort der Hauptzugang zu den neuen Gebäuden befindet.

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