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Amerika Gedenkbibliothek

Die Amerika-Gedenkbibliothek – 1954 eröffnet – war zu ihrer Entstehungszeit ein neuartiger Typus von öffentlicher Bibliothek. Nach Vorbild der amerikanischen „public library“ war sie ein Geschenk der Vereinigten Staaten an Berlin und Beispiel einer demokratischen Bibliotheksarchitektur. Der stetig wachsende Bedarf an Freihandflächen und die Zahl von ca. 4.000 Besuchern täglich, ein vielfaches der 1954 konzipierten Nutzerzahl, machten nach den Umbauten in den 1980er Jahren eine neuerliche Anpassung des Publikumsbereiches notwendig.

Vorgeschlagen ist ein klar strukturierter Freihandbereich im ehemaligen Lesesaal, zoniert durch dicht gepackte Regalbereiche und offene, dem ursprünglichen Gedanken des Hauses folgenden, lichten Arbeitsbereichen. Der Bezug zum parkähnlichen Außenraum wird dadurch wieder gestärkt. Im ehemaligen Auditorium des Hauses sind eine Artothek sowie verschiedene Themenbereiche untergebracht. Im kleineren Maßstab ist auch das in den 1980er Jahren zurückgebaute Auditorium wiederentstanden und bildet jetzt den baulichen Rahmen für Lesungen und Veranstaltung.

Architekten: F29 Architekten
Christian Schmitz, Peter Zirkel
Ort: Blücherplatz 1, 10961 Berlin
Auftraggeber: Berliner Immobilienmanagement
Wettbewerb: 2013, 1. Preis
Martin Gebauer
Gaby Heijltjes
Realisierung: 2014
Gaby Heijltjes
Christine Wehner
Magdalena Wisniewska
BGF: 2.150 m²
Fachplaner: Tragwerk: Posselt Meier Ingenieure, Berlin
Gebäudetechnik: NGM Bauprojekt, Berlin
Akustik: Ingenieurbüro Rahn, Berlin
Bauüberwachung: Heydorn Eaton Architekten, Berlin
Fotograf: Werner Huthmacher, Berlin