Pecha-Kucha-Abend mit Peter Zirkel

Die Architektenkammer Sachsen lädt in diesem Jahr erstmals zur Wohnbaukonferenz nach Dresden ein. Schwerpunktthema wird verantwortungsvoller und kostengünstiger Wohnungsbau in Sachsen sein. Exklusiv für alle Teilnehmer gibt es bereits am Vortag einen Pecha-Kucha-Abend mit spannenden nationalen und internationalen Wohnprojekten. Peter Zirkel spricht unter dem Titel "Mischen" im Rahmen der Veranstaltung am 18.09.2019, ab 18:30 Uhr im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK).

Zum Programm auf der Kammerhomepage


Grundsteinlegung mit dem Ministerpräsidenten

Im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretzschmar, wurde der Grundstein für ein Wohnungsneubauprojekt in der Nähe des Bayrischen Bahnhofs in Leipzig gelegt. An der Bernhard-Göring-Straße entstehen 97 Wohnungen und eine Kindertagesstätte in einem von Peter Zirkel GvA und APB Architekten geplanten städtischen Ensemble, das jetzt unter alleiniger Verantwortung der Firma Züblin realisiert wird. 61 Wohnungen werden entsprechend der Richtlinie gebundener Mietwohnraum des Freistaates Sachsen gefördert und später für eine Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter an berechtigte Personen vermietet. Kretzschmar verdeutlichte in seiner Ansprache, dass die Schaffung und der Erhalt bezahlbarer Wohnungen in Großstädten auch staatliche Aufgaben sind. Neben dem quantitativen Aspekt hätten wir uns von ihm gleichzeitig ein Bekenntnis zur architektonischen Qualität gewünscht. Wohnungsbau ist eine soziale Aufgabe, aber auch Eine, die den Lebensraum unserer Städte wesentlich prägt. Dafür muss man jetzt Geld in die Hand nehmen um eine langfristige und dadurch nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.

 

Wohnungsbau am Bayrischen Bahnhof, Leipzig


Stadtbücherei

Stadtbücherei

Die Stadtbibliothek der Lutherstadt Wittenberg befindet sich Zentrum der Altstadt, an der Schlossstraße. Diese verbindet den Marktplatz mit der Schlosskirche, an deren Pforte Martin Luther 1517 sein berühmtes Thesenpapier angebracht haben soll. Das Gebäude wurde 1961 errichtet und besteht aus einem viergeschossigen Vorderhaus und einem eingeschossigen Anbau, der einen offenen Innenhof umschließt. Die Stadtbibliothek erstreckt sich über die gesamte Erdgeschossfläche beider Gebäudeteile. Die Wohnungen in den oberen Etagen bleiben im Bestand erhalten und sind nicht Teil der nun geplanten Maßnahme.

Wissen ist im digitalen Zeitalter nicht mehr an die Archivierung von Büchern gebunden, sondern steht jedem unabhängig von Zeit und Ort zur Verfügung. Dadurch wandeln sich die Ansprüche an öffentliche Bibliotheken. Das Konzept der Leihbücherei mit langen Regalreihen und zentralem Lesesaal wird sich den nächsten Jahren überholen. Bibliotheken der Zukunft sind Orte kultureller Begegnung, sozialer Treffpunkt, Veranstalter kultureller Ereignisse und halten ein breit gefächertes Angebot für die Freizeitgestaltung bereit. Den Anforderungen dieses Programmes folgend wird die neue Stadtbücherei flexibel nutzbare Flächen und unterschiedliche Raumkonfigurationen anbieten, in denen diese Aktivitäten stattfinden können.


Bibliothek Ulmicum

Bibliothek Ulmicum

Die ehemalige Kasernenanlage an der  Ulmenstraße wurde ab 1886 als Infanteriekaserne des Großherzoglich-Mecklenburgischen Füsilier-Regiments Nr. 90 „Kaiser Wilhelm“ errichtet und war bis 1992 in militärischer Nutzung. Seitdem dient das Areal als Geisteswissenschaftlicher Campus der Universität Rostock. Der Umwandlungsprozess hat seinen Höhepunkt mit dem nun geplanten Neubau der Bereichsbibliothek mit Seminarzentrum.

Mit einem klaren, rechtwinkligen, 110 m langen Bibliotheksbaukörper wird der Duktus der vorhandenen strengen städtebaulichen Vorgaben der ehemaligen Kasernenanlage fortgeschrieben. Trotz der durch das Grundstück vorgegebenen Lage der Bibliothek in zweiter Reihe wird aufgrund der zweigeschossigen Aufstockung auf das ehemalige Exerzierhaus dem neuen Ensemble am Campusplatz eine klar ablesbare Präsenz gegeben. Dort befinden sich der Hauptzugang zur Bibliothek, Agora, Cafeteria und die Seminarräume in den beiden oberen Etagen. Im Inneren der Bibliothek wird eine robuste, für Veränderungen offene Grundrissstruktur  organisiert. Der mittig angeordnete, mehrgeschossige Lesesaal der Forschungsbibliothek und die sich zu mehrgeschossigen Lufträumen öffnenden Lesebereiche der Fachbibliotheken schaffen räumliche Situationen, die im Kontrast zur strengen Gesamtgliederung des Hauses stehen. Für die Sockelzonen und dem Verwaltungsbaukörper wird auf das am Ort benutzte Ziegelmauerwerk zurückgegriffen. Im Gegensatz dazu werden die Bibliotheksetagen mit sehr hohen Glasanteilen ausgestattet um Ausblick und Tageslicht in den Lesesälen zu ermöglichen.


Kornhaus

Kornhaus

Die Stadt Kirchheim unter Teck beabsichtigt die Sanierung des denkmalgeschützten Kornhauses in der Altstadt. Der historische Gebäudebestand des Kornhauses wird im Jahr 1540 als Kellereikasten im Zuge des Festungsbaus auf dem Kirchhof erbaut. In der wechselvollen Geschichte des Hauses wird es als Fruchthalle, als Magazin, als Feuerwehrhaus und ab 1953 als Museum genutzt. Ziel der nun geplanten Umbaumaßnahme ist es, ein attraktives und repräsentatives Gebäude zu schaffen, das den Ansprüchen eines modernen Kultur- und Ausstellungsbetriebes entspricht.

Der Entwurf überzeugt durch einen selbstbewussten Umgang mit der Substanz. Die bestehenden vertikalen Durchbrüche werden alle mit neuen Treppenräumen aktiviert und sämtliche Nebennutzflächen im 2. OG angeordnet. In den übrigen Geschossen wird dadurch eine räumliche Freiheit generiert, die der musealen Nutzung zu Gute kommt. Es entsteht ein Museum der kurzen Wege in den unteren Etagen. Ein markantes Zeichen der neuen Nutzung des Kornhauses bildet ein konisch zulaufender Baukörper, der den Dachraum durchdringt.  Die roten Sichtbetonoberflächen machen die bauliche Ergänzung am Denkmal sichtbar. Analogien zur vorherrschenden Giebelständigkeit und zum Lokalkolorit der Ziegeleindeckungen integrieren die bauliche Ergänzung in das angrenzende städtische Ensemble.


Kasernen zu Bibliotheken

Die ehemalige Kasernenanlage an der Ulmenstraße wurde ab 1886 als Infanteriekaserne des Großherzoglich-Mecklenburgischen Füsilier-Regiments Nr. 90 „Kaiser Wilhelm“ errichtet und war bis 1992 in militärischer Nutzung. Seitdem dient das Areal als Geisteswissenschaftlicher Campus der Universität Rostock. Der Umwandlungsprozess hat seinen Höhepunkt mit dem nun geplanten Neubau der Bereichsbibliothek mit Seminarzentrum.

Dafür  lobte das Land Mecklenburg-Vorpommern einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb aus. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Jórunn Ragnarsdóttir zeichnete den Beitrag von Peter Zirkel, in Zusammenarbeit mit Lemme Locke Lührs Architektinnen, mit einer Anerkennung bei 18 Teilnehmern aus.

Die überraschend einfache stadträumliche Eingliederung und die sich daraus ergebende Fortschreibung der strengen räumlichen Vorgaben der ehemaligen Kasernen überzeugten besonders. Mit der zweigeschossigen Aufstockung des ehemaligen Exerzierhauses wird der Bibliotheksneubau sichtbar auf dem Campus verankert, da sich dort der Hauptzugang zu den neuen Gebäuden befindet.

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Wohnen in der Ostrower Vorstadt

Für ein neues Wohnquartier im Zentrum von Cottbus lobte die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb aus. Das städtebauliche Konzept für die 140 Wohnungen überzeugte die Jury in der ersten Phase, wodurch sich der Beitrag von Peter Zirkel in einem Teilnehmerfeld von 93 Büros für die zweite Bearbeitungsstufe qualifizieren konnte. Dort deckten sich unsere Vorstellungen mit denen der Jury unter Leitung von Prof. Heinz Nagler nicht, sodass unser Beitrag unter den verbliebenen zehn Teilnehmern nicht als preiswürdig eingeschätzt wurde.


Speicher der Archivarien

Die Stadt Bad Hersfeld verfolgt im Stadtumbaugebiet ‚Östliche Kernstadt‘ eine grundlegende Aufwertung des Quartiers um die Antoniengasse. Der Neubau eines Stadt- und Kreisarchives und die Schaffung eines Quartiersplatzes in unmittelbarer Umgebung nehmen hierbei eine Schlüsselrolle ein.

Beim Realisierungswettbewerb mit 23 Teilnehmern entschied sich die Jury unter Leitung von Prof. Felix Waechter den Beitrag mit einem 3. Preis zu prämieren. Die Jury lobt insbesondere die Stellung des kompakten Baukörpers, die eine Belebung des Quartieres erreicht und mit Hilfe eines interessanten Schaufensters Einblicke in das Archiv bietet.

Der Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Naumann Wasserkampf Architekten aus Weimar erstellt.

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Nike

für die Mediathek der Kunsthochschule Burg Giebichenstein

„Dieses feine, differenzierte Gebäude steht respektvoll neben dem denkmalgeschützten Bestand und schafft es gleichzeitig, durch seinen eigenen architektonischen Ausdruck ortsprägend zu wirken. Den Dialog des Gebäudes mit dem gewachsenen Umfeld und die überzeugende städtebauliche Anordnung würdigt die Jury mit der Nike für Komposition.“

weitere Informationen auf der Seite des Bund Deutscher Architekten

Mediathek Burg Giebichenstein

 

 


2. Preis für das Museum im Kornhaus

Die Stadt Kirchheim unter Teck beabsichtigt die Sanierung des denkmalgeschützten Kornhauses in der Altstadt. Der historische Gebäudebestand des Kornhauses wird im Jahr 1540 als Kellereikasten im Zuge des Festungsbaus auf dem Kirchhof erbaut. In der wechselvollen Geschichte des Hauses wird es als Fruchthalle, als Magazin, als Feuerwehrhaus und ab 1953 als Museum genutzt. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein attraktives und repräsentatives Gebäude zu schaffen, das den Ansprüchen eines modernen Kultur- und Ausstellungsbetriebes entspricht.

Das Preisgericht unter Leitung von Prof. Ludwig Wappner sieht vor allem die Lage der Ausstellungsbereiche und die Wegeführung als äußerst übersichtlich und als für die museale Nutzung geeignet an. "Die Arbeit überzeugt durch einen selbstbewussten Umgang mit der Substanz, die von Haltung zeugt".

Der Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit den Kollegen von KKS Architekten verfasst.

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