Schule in Modulbauweise

Schule in Modulbauweise

Das Schulgebäude in Modulbauweise am Terrassenufer befindet sich in der Dresdner Innenstadt nahe der Carolabrücke. Gestaltprägend ist die Nähe zur Elbe, welche den Abschluss des Stadtteiles im Norden bildet. Das Gebiet weist die üblichen Merkmale sozialistischer nachkriegszeitlicher Städteplanung auf. Der nun errichtete Erweiterungsbau ergänzt ein vorhandenes Schulgebäude Typ „Dresden-Atrium“ aus den 1970’er Jahren. Das Baugrundstück befindet sich zwischen der bestehenden Typenschule im Osten und einem 12-geschossigen Hotelgebäude im Westen. Der rechteckige, dreigeschossige Schulbaukörper mit kompakter Kubatur und Gebäudeabmessungen von ca. 55 m x 18 m rückt mit der schmalen Eingangsseite deutlich vom Terrassenufer ab. Es bildet mit dem Bestandsgebäude eine Gebäudeflucht und definiert damit räumlich einen Zugangsplatz, der auch als Pausenhof genutzt werden kann.

Mit der nun realisierten Kapazitätsausweitung wird die Schule am Terrassenufer zum zentralen Ausweichstandort der Landeshauptstadt Dresden, an dem Schüler unterrichtet werden können, wenn ihre eigentliche Schule aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen ist. Das Raumangebot ermöglicht die temporäre Nutzung als Grundschule, aber auch für vierzügige Oberschulen bzw. Gymnasien, da neben zusätzlichen Klassenräumen nun u.a. auch Fachkabinette zur Verfügung stehen. Der Erweiterungsbau ist auf eine Nutzungsdauer von 10 Jahren ausgelegt und soll dann vollständig zurückgebaut werden. Deshalb ist das Gebäude in Stahlmodulbauweise mit einem hohem Vorfertigungsgrad (ca. 70 %) errichtet. Der Grundriss basiert auf einem einheitlichen Raster von 7,25 m x 3,00 m, vorgegeben durch die Dimensionen der mobilen Raumeinheiten. Mit Hilfe von 108 im Werk vorgefertigte, containerähnliche Raummodulen konnte die Bauzeit auf nur 6 Monate reduziert werden.


Apotheke UKSH

Apotheke UKSH

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit den Standorten Kiel und Lübeck ist eines der größten norddeutschen Zentren für medizinische Versorgung. Die bisher vorhandenen Produktionsstätten der Apotheke am Standort Kiel reichen zur wirtschaftlichen Herstellung von Zytostatika nicht aus und sollen um weitere Labore erweitert werden. In dem Neubau wird neben dem zusätzlichen Raumbedarf der Apotheke die zentrale Anlieferung für das Klinikgelände integriert werden.

Zukünftig werden alle Waren in das Erdgeschoß des Neubaus angeliefert. Von dort befördert eine Aufzugsgruppe die Waren in das Kellergeschoß, von wo diese weiter zur bestehenden automatischen Warentransport-Einheit der zentralen Sterilisation gebracht werden. Der zweite Bauabschnitt umfasst Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude, die nach Inbetriebnahme des Neubaus ausgeführt werden. Gestalterisch lehnt sich der Neubau an das Bestandsbauwerk an, um mit diesem zu einem nachvollziehbaren Gebäudeensemble zu verschmelzen. Das Fassadenmaterial des Bestandsbauwerkes – eine Aluminiumwelle – wird aufgegriffen und in differenzierter Form und Farbgebung im Sockel- und überhöhten Bereich eingesetzt.


Schillerhort

Schillerhort

Aufgrund beengter Verhältnisse am Schulstandort der Grundschule „Friedrich Schiller“ sind die Räumlichkeiten des Horts zurzeit auf mehrere Standorte im Stadtgebiet von Radebeul verteilt. Diese organisatorisch problematische Situation soll durch die Zusammenführung an einen Standort gelöst werden. Die Stadt Radebeul ist in weiten Teilen von freistehender villenartiger Architektur geprägt. Markant erscheint dabei die baukünstlerische wertvolle Gestaltung auch kleiner Nebengebäude und Gartenarchitekturen.

Ausgehend von diesem Bild bildet der Schulhort das Gartenhaus im Grünen, eine Laube in welcher die Kinder die betreute Zeit verbringen können. Die städtebauliche Setzung und die Fassadengestaltung knüpfen an diese Tradition an. Zweigeschossig in den Hang gebettet mit Disziplin im baulichen Detail und einer Materialisierung, die nicht in Konkurrenz zu den Villen der Nachbarschaft tritt. Damit fügt es sich wohltuend ein, ist zurückhaltend und dennoch in seinem Erscheinungsbild klar, eigenständig und dem Standort angemessen.


Friedenslazarett, Festung Königstein

Friedenslazarett, Festung Königstein

Die Festung Königstein gilt als Europas größte Bergfestung. Sie ragt hoch oben auf einem Tafelberg ca. 240 Meter oberhalb des Ortes Königsteinauf und stellt somit eine imposante Landmarke dar. Das Friedenslazarett befindet sich im südlichen Teil der Festungsanlage, in der Nähe von Zobels Ecke. Es wurde im Jahr 1878 als Garnisonslazarett errichtet. Nach der gastronomischen Nutzung zwischen 1945 und 1990 steht das Friedenslazarett leer. Es soll nun zu einer Pension mit fünf Apartments der gehobenen Kategorie ausgebaut werden.

Der Entwurf orientiert sich an der konstruktiven Struktur im Innern, wie der Mittelgangerschließung und Haupttreppenhaus, und integriert die Wohnnutzung mit minimalen Eingriffen in die Substanz. Einbauschränke und Sanitätskerne gliedern die Wohnungen in unterschiedliche Zonen und werden als bauliche Interventionen kenntlich gemacht. 2016 wurde, in einem ersten Zwischenschritt, die temporäre Nutzung als Bürogebäude baulich realisiert. Ein erweiterter Rohbau mit einer minimalen technischen Ausstattung wird in den nächsten Jahren der Festung Königstein als temporärer Verwaltungsstandort dienen. Nach Auszug der Verwaltung sollen die Appartements in einem zweiten Schritt fertiggestellt werden.


Landesberufschule Marconi

Landesberufschule Marconi

Das zu planende Schulgebäude in Meran (Südtirol) wird zwei Schulen mit völlig unterschiedlicher didaktischer und berufsbildnerischer Ausrichtung beherbergen. Einerseits der neue Sitz für die Landesberufsschule für Handwerk, Industrie und Handel „G. Marconi“, anderseits den Meraner Sitz der Landesberufsschule für Soziale Berufe „E. Lévinas“.

Die Integration des Gebäudes in sein unmittelbares, städtebauliches Umfeld kennzeichnet den Entwurf zum Neubau der Landesberufsschulen Marconi und Lévinas. Die Höhenentwicklung des Baukörpers wird auf die der Nachbargebäude des in der Handwerks- und Produktionszone Untermais liegende Grundstücks beschränkt. Die Anmutung des Hauses orientiert sich am robusten Erscheinungsbild von Industriebauten. Äußerlich tritt die Hülle aus dunkel pigmentiertem Sichtbeton in Erscheinung, welche tektonisch als Tritlith-Konstruktion aus Sturz und Träger ausgebildet ist. Ablesbare Fügung und materialgerechte Konstruktion kennzeichnen das zukünftige Fassadenbild. Gleichzeitig ermöglichen die großen Fensteröffnungen Durch- und Einblicke, welche im reizvollen Kontrast zur massigen Tragkonstruktion stehen.


Max Planck Institut für Psycholinguistik

Max Planck Institut für Psycholinguistik

Das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik ist eines von 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft. Es ist eines der wenigen Max-Planck-Institute außerhalb Deutschlands. Aufgabe des Instituts ist die psychologischen, sozialen und biologischen Grundlagen von Sprache zu erforschen. Es ist seit 1985 an seinem heutigen Standort in einem großzügigen baumbestandenen Park, in zentraler Lage Nijmegens ansässig. Das dreigeschossige Gebäude wurde erstmals 1997 erweitert.

Ein wesentlicher Aspekt von wissenschaftlichen Arbeiten fand beim Erweiterungsbau des Max-Planck-Institutes für Psycholinguistik in Nijmegen besondere Berücksichtigung: Die räumlichen Möglichkeiten für Begegnung, Besprechung und Austausch innerhalb des Hauses werden erweitert und variierter ausgestaltet. Flure im Bestandgebäude werden aufgenommen, weitergeführt und zu einem neuen komplexeren Wegenetz verbunden. Der neue, größere Hörsaal wird im 1. Obergeschoss, der Bel Etage, als neues Zentrum für die Mitarbeiter und Forscher geschaffen. Die Lage und die über zwei Geschosse sich erstreckende Fensterfront ermöglichen einen ungehinderten Blick in den angrenzenden, östlich gelegenen Park. Er wird so zum neuen Zentrum des Institutes.


Institut für ökologische Raumentwicklung

Institut für ökologische Raumentwicklung

Das Gebäude des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung ist ein Experimental-/Leichtbau der Bauakademie der DDR aus dem Jahr 1968. Der Ort, die Südvorstadt Dresden, ist geprägt von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden Wiederaufbau im Sinne der Moderne. Eine weitläufige, offene Bauweise mit Gebäuden unterschiedlicher Größe und Höhe prägen das städtebauliche Umfeld des Institutes. Neben der energetischen Ertüchtigung des bestehenden, eingeschossigen Gebäudes wurde am vorhandenen Standort ein Erweiterungsneubau mit ca. weiteren 50 Büroarbeitsplätzen gefordert.

Der Neubau ist als Überbauung eines Teiles des bisherigen Innenhofes mit zwei Obergeschossen errichtet. Alt- und Neubau gestalterisch und volumetrisch zu einer Einheit zu verschmelzen, führt zu einer deutlich verbesserten Wahrnehmung des Hauses im städtebaulichen Umfeld, aber auch zu sinnvollen funktionalen und räumlichen Synergien im Innern. Durch den hohen baulichen Wärmeschutz, eine effiziente Lüftungswärmerückgewinnung, die Nutzung passiver solarer Gewinne und interner Wärmequellen werden die Kriterien für die Passivhausbauweise fast erreicht (17 kWh/m²a). Damit konnte auf ein konventionelles Heizsystem im Neubauteil verzichtet werden.


Versorgungszentrum

Versorgungszentrum

Neubau Apotheke und Logistik

Das Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“ ist das größte Krankenhaus der Landeshauptstadt Dresden und besitzt den baulichen Charakter eines geschlossenen parkähnlichen Campus. Der eigentliche Standort des zukünftigen Versorgungszentrums liegt am nordöstlichen Rand des Klinikareals an der Pfotenhauer Straße.

Der Kopfbau des neuen Versorgungszentrums orientiert sich mit seinen vier Etagen an der Höhenentwicklung der angrenzenden Gebäude. Daran schließt sich in südlicher Richtung ein zweigeschossiger Gebäudeteil mit zurückspringendem Technikaufbau an. Im Gebäude werden die Bereiche Logistik und Apotheke zentral zusammengeführt. Er ist Anlaufpunkt, Lager und Verteiler sämtlicher Verbrauchsgüter des Krankenhauses und beinhaltet die komplette Verwaltung des Geschäftsbereiches Logistik. Im Bereich Apotheke werden Infusionslösungen, Sondernahrung, Chemikalien, Labordiagnostika und sonstigen apothekenpflichtigen Artikeln hergestellt, gelagert und individuell für jeden einzelnen Patienten des Klinikums portioniert. Die Organisation des Hauses ist gekennzeichnet von der räumlichen Trennung der beiden unterschiedlichen Abteilungen und der linearen Abfolge der Prozesse: Anlieferung – Lagerung – Verteilung.

 

 

Architekten:
F29 Architekten
Christian Schmitz (LP 1-9), Peter Zirkel (LP 5-9)

Ort:
Fetscherstrasse 74, 01307 Dresden

Auftraggeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (Nl. DD2), Dresden

Wettbewerb:
2006, 1. Preis
Benjamin Göbel
Danyel Pfingsten

Realisierung:
2011
Berit Mertsching
Alexander Krause
Martin Krause
Christine Wehner

BGF:
6.300 m²

Fachplaner:
Tragwerk: Ingenieurconsult, Dresden
Gebäudetechnik: Planungsgruppe M + M, Dresden
Labortechnik: IfG Leipzig, Leipzig

Fotograf:
Jörg Schöner, Dresden

 

Büroaufstockung

Das Versorgungszentrum (Haus 60) der Universitätsklink „Carl Gustav Carus“ Dresden (UKD) soll im Geschäftsbereich Apotheke um Büroflächen erweitert werden.

Bei der Erweiterung wird der viergeschossige Kopfbau an der Pfotenhauer Straße um ein weiteres Geschoss ergänzt. Basis für das neue Geschoss ist die statische Grundannahme des Lastenausgleiches innerhalb des bestehenden Gebäudes. Horizontale Fensterbänder geben der Bestandsfassade eine lagernde Gestaltung, die in Verbindung mit den schweren Betonelementen den Schutz der wertvollen Medikamente und Lagerware ausdrückt. Die Fensterbänder sind von einer silbernen Aluminiumverkleidung gerahmt, die den Sonnenschutz aufnimmt und die Vordächer integriert. Das Motiv der Aluminiumverkleidung kehrt am oberen Abschluss des Kopfbaus wieder und schließt das Haus, ähnlich wie beim traditionellen Dachaufbau, nach oben hin ab.


Kindertagesstätte Pfiffikus

Kindertagesstätte Pfiffikus

Mit der Verpflichtung der Landeshauptstadt Dresden, jedem Vorschulkind einen Platz in einer Kindertagesstätte zu garantieren, wurde ein umfassendes Neubauprogramm vom Stadtrat verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, im Stadtteil Pieschen an der Wurzener Straße einen Ersatzneubau zu errichten. Der Vorgängerbau, eine Typenkindergarten aus den 1970er Jahren, musste aufgrund gravierender baulicher Mängel abgerissen und durch ein neues Gebäude für 220 Kinder ersetzt werden.

Unterschiedliche Bauweisen prägen das städtebauliche Umfeld am Ort. Rudimentäre gründerzeitliche Blockrandbebauungen stehen neben kleinteiligen Hausgruppen. Im übergeordneten Grünzug zwischen dem alten Pieschen im Süden und dem Sportgelände im Norden definiert sich die neue Kindertagesstätte „Pfiffikus“ in einer offenen Bauweise: ein freistehendes Haus im großen Garten. Die aus der Kinderzahl resultierende große Baumasse wird durch Vor- und Rücksprünge kleinteilig gegliedert. Die sich daraus ergebende mäandrierende Raumabfolge im Innern hat eine außerordentlich große räumlicher Differenziertheit zur Folge. Der Flurbereich variiert in den Breiten und wird dadurch zu einem großen Spielraum vor den zum hin Garten orientierten Gruppenräumen.


Nanobioanalytik-Zentrum

Nanobioanalytik-Zentrum, Münster

Die Nano-Biotechnologie ist ein spezieller Forschungs- und Technologiebereich, der sich durch seine extreme Interdisziplinarität auszeichnet. In ihm verschmelzen Erkenntnisse aus den Bereichen Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften einerseits mit denen der Biologie und Medizin anderseits auf der Nanoskala. Im Nano-Bioanalytik-Zentrum werden zukünftig ca. sieben Unternehmen ansässig und ca. 100 Arbeitsplätze entstehen. Aufgrund der Lage des Baugrundstückes im Münsteraner Stadtteil Gievenbeck wird es zukünftig als Auftaktgebäude für den Wissenschaftspark eine besondere Bedeutung erlangen.

Die äußere Gestaltung reagiert auf diese Besonderheit der Lage und der Funktion des Gebäudes. Tradition und Moderne spiegelt sich in der Gestaltung der Fassade wieder. Der Klinker, eingefügt in einer Elementbauweise von Stahl-Glas-Elementen, nimmt Bezug auf das in Münster traditionsreiche Material sowie auf Beispiele der innovativen klassischen Hochschularchitektur (MIT Campus). Die zweiteilige Bandfassade reagiert auf die Anforderungen der Nutzung. Die Oberlichter bestehen aus einem Prismenglas, das die Unterseite der Decke ausleuchtet und so für eine ausgewogene Lichtverteilung in den Laboratorien und Büros sorgt. Im Innern gruppieren sich alle Labor-, Büro- und Nebenflächen um eine zentrale Eingangshalle mit Kaskadentreppe.