Haus in Strehlen

Haus in Strehlen

Der Stadtteil Strehlen, im Südosten Dresdens, grenzt unmittelbar an die Parkanlage des Großen Gartens im Zentrum an. Trotz der zentralen Lage im Gefüge der Stadt, bedingt durch die Zäsur des Dammes der Bahnlinien nach Tschechien, ist der Charakter des Stadtteiles eher vorstädtisch geprägt und wurden erst ab Ende des 19. Jahrhundert mit für Dresden typischen Villen und Mehrfamilienhäusern in offener Bauweise bebaut.

Der Entwurf für das Einfamilienhaus in Strehlen ist davon bestimmt, das kleine Bauvolumen mit den größeren Gebäuden der Nachbarschaft in Einklang zu bringen. Die plastische Ausformung des Baukörpers und die den Nachbaugebäuden entlehnte Höhenentwicklung verleihen dem Haus ein einprägsames Erscheinungsbild. So ist es möglich, ein Pendant zum Siedlungsbauwerk im Kreuzungsbereich zu schaffen, das der städtebaulichen Situation angemessen ist. Die innere Organisation des Hauses nutzt die Höhenentwicklung, um drei Bereiche zweckmäßig voneinander zu trennen. Im Erdgeschoss befinden sich der Eingang mit Windfang und das Wohnzimmer mit offener Küche. Im Geschoss darüber liegt der Bereich der Kinder mit eigenem Bad und einem Abstell- bzw. Spielzimmer. Das oberste Geschoss ist den Erwachsenen mit Schlafzimmer, Bad und Ankleide vorbehalten.


Haus in Moritzburg

Haus in Moritzburg

Die Gemeinde Moritzburg ist vor allem durch das gleichnamige um1542 errichtete und 1723 vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann zum barocken Jagd- und Lustschloss umgebaute Schloss bekannt. Von Dresden kommend führt eine zentrale Achse direkt auf das inmitten eines großen Teiches gelegene Schloss zu. An einer Seitenstraße dieser Achse liegt das Grundstück für das Haus in Moritzburg. Das direkte Umfeld ist geprägt von einer heterogenen Struktur aus Einzelhäuser in unterschiedlicher architektonischer Qualität.

Die zurückhaltende aber wertige Gesamterscheinung des Gebäudes wird geprägt durch die handwerkliche Verarbeitung exklusiver Materialien im Inneren und Äußeren. Filigrane Fenster- und Türprofile aus Stahl kontrastieren mit der Massivität der Fassade. Das sandfarbene Verblendmauerwerk aus handgeformten Kohlebrandziegeln wird mittels Betonfertigteilen im Sockelbereich, Gurtgesims, Attika und Fenstereinfassungen gegliedert und erfährt somit eine zeitgemäße Interpretation historischer Referenzen ortsüblicher Architektur. Im Innern besitzt das Haus eine fast klassisch zu bezeichnende Ordnung. Um eine zentrale, mittig angeordnete zweigeschossige Halle gruppieren sich im Erdgeschoss die Wohnbereiche und im Obergeschoss die individuellen Räume der Bewohner.


Botschafterresidenz Manhattan

Botschafterresidenz Manhattan

Bei der Residenz handelt es sich typologisch um ein Townhouse (Stadthaus). Es bildet mit den direkt angrenzenden Nachbargebäuden eine geschlossene Straßenrandbebauung entlang der East 65th Street, ein typischer Baustein in dem so charakteristischen Rasterplan von Manhattan. Es ist ein viergeschossiges Wohngebäude das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Es befindet sich in dem sogenannten „upper east side historic district“, in dem eine Bebauung aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten eingeschränkt werden kann. Seit den 1950er Jahren ist das Haus im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und wird seit dem als Dienstwohnung für den Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York genutzt.

Strukturell ist das Gebäude in zwei Bereiche horizontal gegliedert. In den beiden unteren Etagen befinden sich die repräsentativen Räume: Esszimmer, Salon und Bibliothek. In den beiden oberen Etagen liegen die Rückzugsbereiche der Bewohner mit Sanitär-, Schlafräumen und der Dachterrasse mit Blick über die Skyline von New York. Zur besseren Nutzung des privaten Bereiches sind der Zugang zur Dachterrasse und ein Wohnraum zu einer räumlichen Einheit zusammengefasst. So entsteht in den oberen Etagen ein Wohn- und Aufenthaltsbereich mit sehr privatem Charakter für die Bewohner der Residenz.


Haus in Dorfhain

Haus in Dorfhain

Das Einfamilienhaus liegt in einem landschaftsdominierten Streusiedlungsbereich. Die Rahmenbedingungen der Planungen waren von der unvorteilhaften, extremen Nordhanglage des Grundstücks und durch die schöne Aussicht zum unweit gelegenen Naturschutzgebiet des Tharandter Waldes dominiert.

Die Staffelung der parallel zum Hang verlaufenden Satteldächer ermöglichte eine indirekte Südlichtführung über Oberlichter hinab bis in den unteren Wohnraum auf die Gartenebene, um den Mangel des Grundstücks zu mildern. Raumgröße und -lage sind der Wohnweise der Bewohner angepasst. So haben Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum eine direkte Verbindung nach draußen. Gebadet werden kann mit Blick in den Garten. Der vielgenutzte Arbeitsraum liegt attraktiv in der Mitte des Geschosses und bietet einen schönen Blick über das ganze Tal. In starkem Kontrast zum möglichst hellen inneren Erscheinungsbild des Baus steht der im regional tradierten Hausbau nicht untypische Schiefer der Außenhaut, der dem Gebäude eine erdverbundene, anthrazitgraue Bodenständigkeit verleiht. Die kaum wahrnehmbare Eleganz der tiefen umlaufenden Kupferleibungen der Öffnungen fügt sich in die kontextuelle und matte Farbskala des Umfeldes ein.


Haus Dohnaer Straße

Haus Dohnaer Straße

Auf einem ehemaligen industriell genutzten Grundstück im Stadtteil Strehlen der Landeshauptstadt Dresden entsteht ein kleines Wohngebiet mit Einzelhäusern auf parzellierten Grundstücken. Sieben Häuser gruppieren sich um eine angerähnliche Erschließungsstraße mit Wendemöglichkeit im rückwärtigen Bereich. Dort befindet sich das Grundstück, auf dem ein Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie entstehen soll.

Das im rückwärtigen Bereich ansteigende Gelände wurde bis zum Niveau der oberen Wohnebene angeschüttet, um den Nutzern einen abgeschirmten, wertvollen Freibereich anbieten zu können. Der Baukörper ist von disziplinierter Homogenität und zeigt in seiner Materialität die spröde Textur der hellen Betonsteine. Um die horizontale, lineare Schärfe des massiv gemauerten Hauses zu steigern, wurden in einem subtilen Kunstgriff die Horizontal- und Vertikalfugen in verschiedener Stärke ausgeführt. Parallel dazu zeichnen sich die Deckenebenen mit den breiteren Sichtbetonbändern an der Fassade lesbar ab. Im Inneren zeigt das Haus, in geschickter Ausnutzung des Geländesprungs eine ökonomische Raumorganisation, die in einem über zwei Ebenen reichenden, überraschend großzügigen und Licht durchfluteten Wohnbereich mit Zugang zu Garten und Dachterrasse mündet.


Haus in Hellerau

Haus in Hellerau

Das Wohnhaus am Sonnenhang befindet sich inmitten einer der ersten deutschen Gartenstädte: in der 1909 gegründeten, legendären Dresdner Siedlung Hellerau. Innerhalb dieses bedeutenden städtebaulichen Ensembles bildet es die Schnittstelle zwischen einer Reihe schlichter Holzhäuser aus den 1930er Jahren und der den Marktplatz einfassenden mehrgeschossigen Bebauung. Es bildet also den Abschluss der Mustersiedlung der Hellerauer Werkstätten zur Kaufhauszeile von Richard Riemerschmid am Markt.

Um volumetrisch die Proportionen der angrenzenden Holzhäuser zu wahren, wurde das Gebäude in ein massives, in den Geländeverlauf eingebettetes flaches Postamentgeschoss, und ein, die Typologie des einfachen Satteldachhauses zitierenden, aufgesetzten Holzkörpers aufgelöst. Mit diesem Kunstgriff gelingt es vom oberen, schmalen Erschließungsweg her, die größere Dimension des Raumprogramms zu kaschieren. In Form, Größe und Materialität harmoniert der Baukörper mit den benachbarten Holzbauten, ohne sie im Detail jedoch zu imitieren. Konstruktiv besteht das Haus aus vier mit hellem Lärchenholz beplankten Rahmenbindern, die einen stützenfreien Innenbereich gewähren. Der fein detaillierte Holzkörper, der die Strenge der Form aufrechterhält, wird durch die gleichförmig lineare Zeichnung der vertikalen Holzschalung geadelt.


Wohnhaus R/Y

Wohnhaus R/Y

In einer ländlichen Region in Süddeutschland, am Ortsrand neben einem Bachlauf gelegen, entstand das Haus R/Y aus einem leer stehenden, ungenutzten Lagergebäude. Das ursprüngliche Nebengebäude eines Einfamilienhauses aus den 1970er Jahren durfte aufgrund der planungsrechtlichen Festsetzungen in seiner äußeren Kubatur nicht verändert werden. In dem vorgefunden Gebäudevolumen soll eine großzügige Wohnung für eine kleine Familie entstehen.

Ziel des Entwurfes ist die Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen Wohnung, Garten und angrenzender Weinberglandschaft zu stärken. Ähnlich wie ein großformatiges Gemälde lässt ein langgestrecktes, horizontales Fenster den Landschaftsraum zum Bestandteil des Wohnraumes werden. Dieser grenzt an der gegenüberliegenden, nach Westen orientierten Raumseite direkt an die Gartenterrasse an. Raumhöhe und lamellierte Holzfaltelemente ermöglichen einen variierten Sonnenlichteinfall und schützen das Innere des Hauses vor unerwünschten Einblicken. Die Innenraumgestaltung wird von einer leicht gebogenen Wand aus vermauerten Betonwerksteinen dominiert. Diese grenzt die individuellen Schlafräume von den offenen gestalteten Wohn- und Erschließungsräumen ab und setzt sich als Gartenmauer im Außenraum fort.