Altcotta

Altcotta

Der Eigentümer des Einzelhandelskomplexes „Am Frosch“ in Altcotta beabsichtigt eine hochbauliche Neuausrichtung. Dabei soll der bestehende Einzelhandel ersetzt werden und zusätzlich eine Pflegeeinrichtung mit Einheiten für altersgerechtes Wohnen unterkommen. Ergänzend soll die Eignung für die Einordnung von mehrgeschossigem sozialem Wohnungsbau untersucht werden. Neben der Bedarfsdeckung von Sozialwohnungen geht es dabei vordergründig um die Untersuchung hinsichtlich eines städtebaulich-räumlichen Abschlusses des neuen Quartieres im Umfeld des Rathauses in Altcotta.

Der Entwurf überzeugt einerseits durch die klare Fassung von Räumen mit einer ruhigen städtebaulichen Figur und andererseits durch den angemessenen städtischen Charakter mit der Setzung eines kraftvollen Abschlusses zur Platzfläche. Damit werden eine klare Adressbildung sowie ein identifizierbares Zentrum in Altcotta geschaffen. Die städtebauliche Fügung des Gebäudes „Frosch“ in die Figur der Blockrandbebauung funktioniert ganz selbstverständlich im städtischen Kontext.


Wohnungsbau Triemli

Wohnungsbau Triemli

Die Wohnsiedlung Triemli ist Teil einer Gesamtanlage mit insgesamt 744 Mietwohnungen in Zürich-Albisrieden, die sich im Besitz der Baugenossenschaft Sonnengarten (BGS) befinden. Diese wurden zwischen 1945 und 1952 errichtet. Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit der Siedlung und der neu entstanden Lärmsituation entlang der Birmensdorfer Straße entschied sich die BGS zum Abbruch eines Teiles der Siedlung und zum Ersatzneubau der Wohnsiedlung Triemli. Mit den neu zu errichtenden 180 Wohnungen besteht die Chance, das Wohnen in einer parkähnlichen Anlage neu zu konzipieren und gleichzeitig eine höhere Wohnqualität mit einer optimalen Ausnutzung des Grundstückes zu schaffen.

Der Entwurf versucht an die gestaffelte Zeilenstruktur der bestehenden Genossenschaftssiedlung anzuknüpfen. Gleichzeitig erzeugen die sechs eng gesetzten, punktförmigen Häuser einen für sich insularen Charakter mit einer eigenen Ausdruckskraft. Die windmühlen- oder kleeblattartigen Haustypen werden so gesetzt, dass ein großer parkähnlicher Außenraum gegen das Triemli frei bleibt. Die Häusergruppen werden je über einen gemeinsamen Hofbereich erschlossen. Die kleeblattartige Form erlaubt es, den Wohnungen eine dreiseitige Orientierung mit optimaler Besonnung und Weitsicht zu geben.


Kräutersiedlung Gorbitz

Kräutersiedlung Gorbitz

Die in den 1980er Jahren entstanden Großsiedlung mit ca. 14.000 Wohnungen in industrieller Vorfertigung gebaut, ist seit Ende der 1990er Jahre durch einen relativ hohen Wohnungsleerstand geprägt. Die Kräutersiedlung ist ein kleiner Teil des Stadtteiles Gorbitz am Westhang des Elbtals. Gelegen zwischen der Kleinsiedlung Wetterscheide und der vierspurigen Coventrystraße ist das Areal sehr gut erschlossen. Im Herbst 2004 wurden die vorhanden Plattenbauten auf dem ca. 3,9 Hektar großen Gebiet abgebrochen. Im Zuge der Rückbaumaßnahmen wurde die technische Infrastruktur auf die zukünftige Bebauung angepasst. Es ist geplant, eine kleinteilige Siedlungsstruktur zu entwickeln, die individuellen Wohnungsbau auf eigenem Grund und Boden ermöglicht.

Der Planungsbereich wird durch eine Nordsüdachse in zwei unterschiedliche Strukturen geteilt. Während sich der östliche Bereich in der Gebäudestruktur (Einzelgebäude) an dem angrenzenden Baugebiet Wetterscheide orientiert, bilden die Wohnhof- und Reihenhausstrukturen im Westen den Übergang zum Plattenbaugebiet. Die Kräutersiedlung ist durch den Kontrast von dichter und lockerer Bebauung geprägt. Die Sackgassenerschließungen werden als Straßenanger ausgebildet und erhalten dadurch einen kommunikativen Charakter (Nachbarschaft).


Festspielgelände Hellerau

Festspielgelände Hellerau

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Festspielhaus in der Gartenstadt Hellerau bei Dresden zum Treffpunkt der kulturellen Elite Europas, die hier Impulse aus unterschiedlichen Reformbewegungen aufgenommen und in gelebte Wirklichkeit umsetzten. Im Nationalsozialismus wurde das Festspielgelände für eine Polizeischule eingerichtet und durch kasernenähnliche Flügelbauten entstellt, die bis zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten von der Sowjetarmee weiter genutzt wurden. Erwartet wird nun ein integriertes Gesamtkonzept zur weiteren kulturellen und baulichen Entwicklung der Gartenstadt Hellerau im Allgemeinen und insbesondere zur Weiterentwicklung im Bereich des Festspielhaus-Ensembles.

Der Entwurf entwickelt aus dem Grundgedanken einer Gartenstadt bauliche Entwicklungsflächen, die zur Arrondierung der Siedlung klare bauliche Ränder zum angrenzenden Landschaftsraum definiert. Diese werden mit unterschiedlichen Wohnungstypologien auf parzelliertem Grund in vernetzten Grünräumen entwickelt. Auf dem eigentlichen Festspielgelände wird ein neues Akademiegebäude vorgeschlagen, dass das Areal Richtung Norden erweitert und einen neuen Zugang von der Boltenhager Straße ermöglicht. Ein abgesenkter Gartenhof mit terrassierten Ebenen gestaltet einen neuen Anstieg zum Festspielhaus von Heinrich Tessenow.