Quartier Hepkestraße

Quartier Hepkestraße

Das städtebauliche Umfeld entlang der Hepkestraße wird durch eine Abfolge von größeren Wohnsiedlungen der Vorkriegszeit (GEWOBAG-Siedlung 1928; Gartenheimsiedlung 1926) und des industriellen Wohnungsbaus (WBS 70) aus DDR-Zeiten charakterisiert. Das eigentliche ca. 2,7 Hektar große Areal wurde etwa 100 Jahre durch den Fotopapierhersteller, die Mimosa AG bzw. seines volkeigenen Nachfolgebetriebes (VEB Fotopapierwerk Dresden) industriell genutzt. Nach Abriss der Gebäude entstand auf dem Brachland nun einen Siedlung mit ca. 200 Wohnungen.

Das Konzept des neuen Wohnstandorts basiert auf einer Vernetzung mit den unterschiedlichen Siedlungsstrukturen der Nachbarschaft und einer sensiblen Ausformung der Übergänge. Deshalb ist das Areal in zwei etwa gleichgroße Bereiche geteilt. Entsprechend der städtebaulichen Differenzierung von blockartiger Struktur im südlichen Areal und offener Bebauung im Norden kristallisieren sich im Freiraum zwei charakteristische Räume heraus – Hof und Anger. Der Wohnungsmix besteht überwiegend aus 3- und 4-Raum-Wohnungen. Alle Wohnungen können von der Tiefgarage über einen Fahrstuhl direkt erreicht werden. Als Besonderheit besitzt jede Wohnung ein Hauptschlafzimmer mit direkt zugeordnetem und natürlich belichtetem Bad (master bathroom).


Wohnungsbau Johannstadt

Wohnungsbau Johannstadt

Das Umfeld des Grundstücks im Dresdner Stadtteil Johannstadt ist geprägt von städtebaulicher Heterogenität. Auf der Grenze zwischen Blockrandbebauungen um den Fetscherplatz im Osten sowie offener Bauweise im Westen. Als Endpunkt eines Grünzuges, welcher sich entlang der Striesener Straße von der Synagoge im Zentrum Dresdens bis zur Kreuzung Thomae-/Striesener Straße erstreckt, ist das Eckgrundstück in exponierter Lage und von besonderer Bedeutung.

Der Entwurf greift die angedeutete Blockrandbebauung des Nachbarhauses auf und formuliert im Kreuzungsbereich ein turmartiges Gebäude, welches von der straßenbegleitenden Bebauung in das Gebiet freistehender Solitäre überleitet. Das Erdgeschoss und 1. Obergeschoss sind gewerblich genutzt. Rücksprünge im Erdgeschoss formulieren eindeutige Adresse und attraktive Eingangssituation zu den beiden Treppenhäusern. In den darüber folgenden Geschossen befindet sich die Wohnnutzung, mit einem Wohnungsmix aus 2-, 3- und 4-Raum-Wohnungen.


Wohnungsbau am Bayrischen Bahnhof

Wohnungsbau am Bayrischen Bahnhof

Das Grundstück im Ortsteil Zentrum-Süd liegt in der Innenstadt Leipzigs mit ihren vielfältigen kulturellen und kommerziellen Angeboten in fußläufig kurzer Entfernung. Die städtebauliche Struktur des Viertels wird von Großformen, Neubauten und Plattenbauten in lockerer Anordnung dominiert. Dazwischen wechseln sich einzelne Gründerzeitquartiere mit modernen Institutsgebäuden ab.

Übergeordnetes Ziel bei der Gestaltung des Gebäudes an der Bernhard-Göring-Straße ist eine hohe Mischung unterschiedlicher Funktionen und Wohnformen (Kindergarten, Parken, frei finanzierte und geförderte Wohnungen) in einem Haus. Die sich daraus ergebende Diversifikation verhindert soziale Segregation mit allen negativen Begleiterscheinungen für das Wohnumfeld und die Vermietbarkeit des Objektes. Städtebaulich folgt der Hauptbaukörper der Straßenflucht an der Bernhard-Göring-Straße und schließt so den Straßenraum nach Westen hin ab. An der Riemannstraße entsteht zukünftig ein Ensemble aus Baukörpern, die sich frei auf dem Platz um den vorhandenen Supermarkt gruppieren und so auf die offenen Strukturen um den Bayrischen Bahnhof reagieren.


Fassade MaryAnn, Postplatz

Fassade MaryAnn, Postplatz

Als ein weiterer Baustein im neu aufgebauten Ensemble des Postplatzes soll das geplante Wohn- und Geschäftshaus zwischen den Bauten der 1970er Jahre und den stadtbildprägenden Solitären wie dem Dresdner Zwinger, dem Schauspielhaus und dem expressionistischen Stadthaus in der Theaterstraße vermitteln.

Der Fassadenentwurf führt die Traufkante und das vorhandene Staffelgeschoss des angrenzenden Telekomgebäudes an der Freiberger Straße und der Annenstraße fort und verändert selbstbewusst am Postplatz seine platzbestimmende Fassade. Dem städtischen Charakter des Umfeldes und der historischen Nachbarschaft entsprechend, erhält die Platzfassade eine klassische horizontale Dreiteilung: Arkadengeschoss mit zurückliegenden Mezzanin im Erdgeschoss, eine mittlere Zonen mit vier Wohngeschossen und einen zweigeschossigen, oberen Gebäudeabschluss. Die großzügigen vorgestellten Loggien verleihen dem Gebäude Tiefe und Plastizität. Darüber hinaus vermitteln sie am Platz zwischen der privaten Wohnung und dem öffentlichen Leben.


Baugemeinschaft Johannstadt

Baugemeinschaft Johannstadt

Das Grundstück für das Mehrfamilienhaus befindet sich in der Dresdner-Johannstadt, in unmittelbarer Nähe zur Elbe und in fußläufiger Entfernung zur Dresdner Altstadt. Nach der Zerstörung des Stadtviertels im Zweiten Weltkrieg werden nun auf Basis der gründerzeitlichen Stadtstruktur die Straßenzüge wieder vervollständigt.

Als Lückenbau ergänzt der Neubau mit den Nachbargebäuden aus den 1920er und 1930er Jahren den Straßenraum in der Alfred-Schrapel-Straße. Das Abrücken des Baukörpers im Süden nimmt Rücksicht auf die in der Brandwand des Nachbarhauses befindlichen Fensteröffnungen in der Giebelwand. Auftraggeber für das Projekt war eine Baugemeinschaft (Baugruppe), d.h. die zukünftigen Bewohner haben Planungs- und Baufirmen direkt beauftragt und Projektsteuerungsfunktionen selbst übernommen. Dadurch konnten die Baunebenkosten und übliche wohnungswirtschaftliche Handelsgewinne (Bauträgererlöse) auf ein Minimum reduziert werden. Auch konnten die Bewohner direkt Einfluss auf die Größe und die Gestaltung ihrer eigenen Wohnung nehmen. Diese individuellen Wohnvorstellungen ergaben 11 verschiedene Grundrisslösungen und Oberflächenmaterialien – eigentlich 11 Einfamilienhäuser in einem Gebäude.


Baugemeinschaft F9

Baugemeinschaft F9

Das Hechtviertel, den Namen kennen nur wenige in der Stadt Dresden, bekannt eher denen, die dort leben. Die erste Sanierungswelle um die Jahrtausendwende stand im Schatten des Szeneviertels Äußere Neustadt. Heute ist der Hecht ein „junger Stadtteil“. Wiederentdeckt von vor allem jungen Familien, die im Hechtviertel ihren Lebensmittelpunkt finden wollen. Gemeinsam mit Architekten wurden interessante Wohnformen entworfen, ermöglichen neue Bauherrenmodelle die Schaffung der eigenen Wohnung im gemeinsamen Haus. Solch ein Projekt ist auch das Wohnhaus für die Baugemeinschaft in der Fichtenstraße. Auftraggeber für das Projekt war eine Baugruppe, das heißt die zukünftigen Bewohner haben Planungs- und Baufirmen direkt beauftragt und Projektsteuerungsfunktionen selbst übernommen.

Das Konzept des sechsgeschossigen Gebäudes entstand im Wesentlichen durch den selbstverständlichen Umgang mit dem Ort. Durch das Schließen der Baulücke entwickelt sich ein vom Straßenraum abgegrenzter Garten im Hof. Über dem gemeinschaftlich genutzten Erdgeschoss sind vier Etagenwohnungen angeordnet. Ihnen stehen zwei Maisonettwohnungen gegenüber. Darüber, im Staffelgeschoss, eine Penthouse als oberer Abschluss des Hauses. Allen Wohnungen gleich sind die großen Wohnbereiche mit raumhohen Fenstern zum Garten und großzügigen Balkonflächen.


Cottbusser Tor

Cottbusser Tor

Die Wohnanlage wurde von 1937 bis 1939 durch den Cottbuser Architekten Rudolf Stiefler erbaut. Es entstanden Wohnungen für verheiratete Unteroffiziere der in Nachbarschaft befindlichen Hermann-Löns-Kaserne. Die Wohnanlage besitzt neben ihrer architektur- und ortsgeschichtlichen Bedeutung, die sich mit der Substanz und dem Erscheinungsbild verbinden, eine besondere städtebauliche Wirkung als „Eingangstor“ in die Stadt Cottbus aus Richtung Spremberg. Das seit Jahren leerstehende Ensemble soll umfassend saniert und wieder für Wohnzwecke mit einem zeitgemäßen Wohnungsmix genutzt werden.

Ausgehend von der Priorität des Erhalts der stadträumlichen Wirkung der Gesamtanlage beschränken sich die Interventionen zum größten Teil auf das Gebäudeinnere und den Hof. Die Straßenfassade bleibt in ihrer Gesamterscheinung und Materialität erhalten und wird lediglich renoviert. Dem Bestandsgebäude wird auf der Hofseite ein großzügiges Balkon- und Laubengangelement mit einem Personenaufzug angefügt. Dies ermöglicht einerseits die barrierefreie Erschließung vieler Wohnungen, andererseits ist dies ein Zugewinn von kostengünstig herzustellenden, vermietbaren und attraktiven Wohnflächen.


Wohnen am Dom

Wohnen am Dom

Das Baufeld am Südrand des Domplatzes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Erfurter Dom stellt seit seiner Zerstörung im Napoleonischen Krieg eine Fehlstelle im Gefüge der Erfurter Innenstadt dar. Ausgehend vom Wunsch nach einer straßenbegleitenden Bebauung schlägt der Entwurf nach Analyse der umgebenden Stadtstruktur keinen homogenen durchgängigen Blockrand vor. Vielmehr wird eine Gruppe prägnanter Baukörper um einen Wohnhof platziert, welcher die feinmaschigen Hofsituationen der Umgebung wieder aufnimmt und zeitgemäß interpretiert. Das Baufeld wird durch die Bebauung in zwei klare Freibereiche unterteilt. Dem steinernen, städtischen Wohnhof steht am Südrand, am Ufer des Bergstroms, ein großzügiger, naturnah begrünter Freibereich gegenüber.

Die Bebauung entlang der Domstraße fügt sich in die Straßenflucht und entwickelt aus der Geometrie des Grundstückes eine eigene volumetrische und allansichtige Ausprägung. Um einen zentralen Erschließungsraum, welcher auch als Zitat typischer um einen Lichthof erschlossener Bürgerhäuser des späten 18. Jahrhunderts verstanden werden kann, organisieren sich Wohnungen und Gewerbeeinheiten auf einem Tiefgaragengeschoss.


Wohnen Plus

Wohnen Plus

Mit der Bebauung am Gatterweg fand die 15 Jahre dauernde Konversion eines vier Hektar großen Industriegeländes in ein Wohngebiet seinen vorläufigen Abschluss. Gestalterisch lehnt sich das Haus an der vorherrschenden Bauweise und Gliederung der Häuser in der Mainfranken-Region an. Giebelständige Häuser mit steilen Dachneigungen, meist mit kleinen Vorgärten, reihen sich traditionell entlang der angrenzenden Straßenräumen. Dieses Motiv wird beim Projekt „Wohnen Plus“ auf ein Mehrfamilienhaus übertragen.

17 Wohnungen werden über zwei Treppenhäuser erschlossen. Der Wohnungsmix reicht von 1-Raum-Wohnungen mit ca. 27 m² bis hin zu 4-Raum-Wohnungen mit ca. 100 m². Beide Häuser werden zu einem Baukörper zusammengefasst und über die bewegte Dachlandschaft rhythmisiert. Die Muschelkalkverkleidung der Erdgeschosszone findet sich im Innern in den Treppenhäusern wieder und verbindet so Außen- und Innenraum zu einer gestalterischen Einheit.


Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen

Bei der Schaffung von altengerechtem Wohnraum geht es nicht alleine darum die entsprechenden Normen für rollstuhlgerechtes Wohnen zu erfüllen, sondern ein Umfeld zu errichten, welches für älter werdende Menschen ein möglichst selbstständiges Leben mitten in der Gesellschaft ermöglicht. Im Falle der Wohnanlage für betreutes Wohnen liegt das Grundstück auf einem ehemaligen Sägewerksgelände in einem kleinen Ort am Main, zwischen Einfamilienhäuser, zentrumsnahen Gewerbebauten und dem Bahnhof in der Nähe. Die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs können unmittelbar erreicht werden.

Die 24 Wohnungen sind in drei freistehenden dreigeschossigen Häusern mit ortstypischen giebelständigen Satteldächern aufgeteilt. Damit wird die Maßstäblichkeit des dörflichen Umfeldes gewahrt, aber auch die Identifikation der Bewohner mit ihrem Haus gestärkt, da die Hausgemeinschaft mit acht Wohnungen klein und übersichtlich ist. Die einzelnen Gebäude sind durch überdachte Wege miteinander verbunden. Sie setzen sich im Innern in den Treppenhäuser gradlinig fort, so dass sich die Bewohner trockenen Fußes zwischen den drei Häusern bewegen können. Das Außengelände ist nicht unterteilt und gehört zu allen Häusern, so dass der gemeinschaftliche Charakter der Anlage gestärkt wird.