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Fassade Hotel de Saxe

Beim Neubau des Hotel de Saxe handelt es sich um eine Rekonstruktion eines Gebäudes, dass an gleicher Stelle, 1888 abgerissen wurde. Nach der Zerstörung des Nachfolgegebäudes im Zweiten Weltkrieg blieb das Grundstück unbebaut und soll nun in einer Melange aus rekonstruierten Leitbauten und adaptierten historischen Fassaden neu bebaut werden. Aufgrund einer nicht ausreichenden befundenen Quellenlage wurde für zwei ehemalige schmale Parzellen des Gebäudekomplexes eine zeitgemäße Fassadengestaltung angestrebt. Der Entwurf für einer dieser Bereiche an der Moritzstraße thematisiert architektonisch einen Gebäudeabschluss des Hotelkomplexes in direkter Nachbarschaft der wieder aufgebauten Frauenkirche.

Die zeitgemäß gestaltete Fassade übernimmt vom Nachbarbau die Gliederung in Erdgeschoss, Mittel- und Dachzone. Hier jedoch liegt eine Schale von 12 cm starkem Sandstein – dem Material der bedeutenden Bauten des Dresdner Zentrums – vor der Außenwand. Ein feiner Rahmen aus pulverbeschichtetem Stahl bildet die Faschen um die großformatigen Fenster. In diese Rahmen wurden farbige Gussglasscheiben eingesetzt. Der orange Farbton gibt der Fassade eine warme, edle Besonderheit und schafft wechselnde Farbeffekte im Innern.

Architekten: Peter Zirkel Architekten
Ort: Moritzstraße 1b, 01219 Dresden
Auftraggeber: Hotel de Saxe an der Frauenkirche GmbH, Dresden
Wettbewerb: 2003, 1. Preis
Gaby Heijltjes
Martin Krause
Realisierung: 2005
Vicky Anders
Fachplaner: Generalplaner: IPRO, Dresden