Kammerkalender

Der Jahreskalender der Architektenkammer Sachsen soll ein Spiegel der aktuellen Baukultur sein. Daher freuen wir uns über die Veröffentlichung unseres Beitrags im Kalender 2022. Nach der Maxime "Zum Geleit - Freiheit durch Begrenzung" wählte die Jury aus 58 sächsischen Wettbewerbseinreichungen aus. Das Foto von Ken Wagner zeigt das Genossenschaftsgebäude Johannstadt im Monat August. Der Kalender ist in der Geschäftsstelle der AKS erhältlich.

Architektenkammer Sachsen


Jahresgruß 2021

Ganz besonders ehrt uns dieses Jahr die Auszeichnung des Genossenschaftsgebäudes Johannstadt mit dem Erlweinpreis der Landeshauptstadt Dresden 2020 und einer Anerkennung beim Architekturpreis 2021 des BDA Sachsen. Außerdem konnten wir den Auftrag für die Sanierung und den Umbau des Alten Schlachthofs in Naumburg zum Theater erhalten und mit der Planung beginnen. Wir freuen uns über den Baubeginn der ersten Dresdner Holzschule in Seidnitz. Auch in Lützen hat der Spatenstich für die Gustav-Adolf-Gedenkstätte stattgefunden. Zudem steht die Fertigstellung der Baustellen Kirche Canitz und Stadtbibliothek Wittenberg kurz bevor.

Wir bedanken uns bei allen Bauherren, Handwerkern, Bekannten, Kollegen und Freunden für die gute Zusammenarbeit 2021 und wünschen ein besinnliches Fest sowie einen guten Start ins neue Jahr!


Ausgezeichnet

Genossenschaftsgebäude Johannstadt erhält Anerkennung zum Architekturpreis des BDA-Sachsen 2021

Die Jury unter Mitwirkung von Prof. Volker Staab, Julia Dahlhaus und Dr. Uta Gelbke begründet die Auszeichnungen wie folgt: „…..Die abgerundeten Gebäudeecken und die umlaufende Verwendung der gelb-ockerfarbenen Ziegel erzeugen ein wohltuend ruhiges Fassadenbild. Private Außenräume der Wohnungen sind als Loggien in die Kubatur eingeschnitten, was den präzise gefassten Gesamteindruck unterstützt. In Johannstadt ist ein gemischtfunktionaler und gestalterisch anspruchsvoller Wohnbau entstanden, der zukünftigen genossenschaftlichen Projekten Vorbild steht.“

BDA Sachsen

Genossenschaftsgebäude Johannstadt

 


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Der ehemalige Sowjetische Pavillon in Leipzig wurde 1924 als Messehalle für Werkzeugmaschinen errichtet und anfangs auch für Sportveranstaltungen genutzt. In der DDR diente er nach umfangreichen  Umgestaltungsmaßnahmen als Ausstellungspavillon der UdSSR, stand später nahezu zwanzig Jahre lang leer und wird nach aufwendigen Umbauten seit 2019 vom Stadtarchiv Leipzig genutzt.
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