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Schule in Holzmodulbauweise

Im Dresdner Stadtteil Seidnitz wird auf dem Gelände der ehemaligen Volkshochschule ein neuer Schulauslagerungsstandort geschaffen. In seiner Funktion muss der Neubau als Ersatzunterbringungsort für unterschiedliche Schultypen, sowohl als Grund- als auch als Oberschule nutzbar sein.

Die beiden Schulbaukörper und die zukünftige Sporthalle gruppieren sich um einen Eingangsplatz am Ende des Schilfweges. Das Gebäude ist in Holzmodulbauweise geplant. Die dreidimensionalen Raummodule werden in der Produktionshalle unter witterungsunabhängigen Bedingungen hergestellt. Durch den hohen Vorfertigkeitsgrad wird eine kurze Bauzeit ermöglicht und eventuelle Risiken auf der Baustelle werden minimiert. Für die Grundrisse hat das Modulsystem eine strenge Einhaltung des erforderlichen Rasters zur Folge. So besteht ein Klassenzimmer jeweils aus drei Modulen von 2,90 m x 8,00 m. An den Enden der beiden Gebäudeteile entstehen offene Lernzonen, welche von den Schülern vielfältig genutzt werden können. Der Baustoff Holz als Konstruktions- und Fassadenmaterial wirkt als CO2-Speicher. Die zum Teil begrünte Holzfassade, sowie das begrünte Dach, tragen zu stadtklimatischen Verbesserungen im Quartier bei.

Architekten: Peter Zirkel
Gesellschaft von Architekten
Ort: Schilfweg 3, 01237 Dresden
Auftraggeber: LH Dresden, Schulverwaltungsamt v.d. STESAD GmbH
Planung: 2022
Karin Elbert
Emanuel Schmidt
Silke Wollenweber
BGF: 6.300 m²
Fachplaner: Tragwerk: merz kley partner, Dornbirn (AT)
Gebäudetechnik (HLS): Dr. Scheffler & Partner, Dresden
Gebäudetechnik (Elektro): Rathenow BPS, Dresden
Brandschutz: Dehne + Kruse, Braunschweig
Abbruch: P6 Architekteningenieure, Dresden
Freianlagen: Noack Landschaftsarchitekten, Dresden