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Stadtgeschichtsmuseum

Das Residenzensemble Schwerin wurde in die Liste der Welterbestätte der UNESCO im Jahr 2024 aufgenommen. Es setzt sich aus über 30 Gebäuden zusammen, dazu zählen unter anderem das am See gelegene Residenzschloss sowie weitere Palais-, Sakral- und Kulturbauten, höfische Infrastrukturen mit Hoflieferanten und Beamtenwohnhäusern aber auch Verwaltungs- und Militärbauten. Um es begreifbar und erfahrbar zu machen, bedarf es in Schwerin eines Informationszentrums. Da auch die stadtgeschichtliche Sammlung der Landeshauptstadt Schwerin seit geraumer Zeit einen angemessenen Ausstellungsort benötigt, sollen nun die bestehenden Bedarfe an musealen Flächen in einem gemeinsamen Museumsbau untergebracht werden.

Im zukünftige Stadtgeschichtsmuseum wird die Einzigartigkeit des Schweriner Residenzensembles erlebbar. Die Anordnung der Dauerausstellung im obersten Geschoss ermöglicht weite Ausblicke über die Residenzstadt in alle Himmelsrichtungen. Markante Bauwerke dienen als visuelle Elemente der musealen Inszenierung. Die prägende eigenständige Dachlandschaft schließt gestalterisch an das Bestandsgebäude an. Gleichzeitig entsteht eine neue, als Solitär wahrnehmbare Bauform, die dem Stadtraum einen zeitgemäßen Impuls verleiht. So entsteht ein Neubau, der als moderner, selbstbewusster Beitrag zur Stadtgestaltung sichtbar ist – und dem Welterbe Schwerins eine zeitgemäße architektonische Handschrift hinzufügt.

Architekten: Peter Zirkel
Gesellschaft von Architekten
Ort: Puschkinstr. 44, 19055 Schwerin
Auftraggeber: Landeshauptstadt Schwerin
Wettbewerb: 2025
Josephine Galiläer
Gaby Heijltjes
Leon Stahlkopf
Björn Suchantke
BGF: 4.000 m²