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Theater Naumburg

In der Spielzeit 2016/2017 wurde das Theater Naumburg mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Der Preis würdigt das Engagement der ‚de facto‘ Neugründung eines Ensembletheaters in Zeiten, die eigentlich von Kürzungen und nicht von Aufbruch im, nichtkommerziellen, Kulturbetrieb gekennzeichnet sind. Das kleinste Stadttheater Deutschlands soll nun auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes eine dauerhafte Spielstätte erhalten. Der mehrfach baulich veränderte gründerzeitliche Gebäudebestand stand nach längeren Zwischennutzungsperioden leer, wurde 2020 als Corona Impfzentrum temporär genutzt und soll für die notwendigen Zuschauer- und Bühnenbereiche jetzt umgebaut werden.
Der Raumbedarf wird komplett im Bestandsgebäude umgesetzt. Organisatorisch wird das Haus in zwei klar getrennte Bereiche, dem Zuschauerbereich mit Theatersaal, Probebühne und Gastronomie und der Back-Stage Zone mit Umkleiden, Werkstätten, Technik- und Requisitenräumen geteilt. Die baulichen Interventionen können so, unter Berücksichtigung des minimalen Budgets, in unterschiedlicher Intensität geplant werden. Ein kleiner Anbau, an zentraler Stelle, wird ein Akzent im denkmalgeschützten Hallenkomplex setzten, der die neue Nutzung als Stadttheater selbstbewusst zum Ausdruck bringen wird

Architekten: Peter Zirkel
Gesellschaft von Architekten
Ort: Roßbacher Straße 12, 06618 Naumburg (Saale)
Auftraggeber: Stadt Naumburg (Saale)
Wettbewerb: 2021, 1. Preis
Josephine Galiläer
Planung: 2023
Josephine Galiläer
Conrad Lohmann
BGF: 2.400 m²
Fachplaner: Tragwerk: Engelbach + Partner, Dresden
Gebäudetechnik: emutec, Jena
Bühnentechnik: itv, Berlin
Raumakustik: Akustik Büro Dresden
Brandschutz: Brandschutz Consult, Leipzig