Bischöfliches Ordinariat

Bischöfliches Ordinariat
Das Bistum Dresden-Meißen plant den Neubau der zentralen Diözesanverwaltung im Stadtzentrum von Dresden unweit des Postplatzes. In diesem sollen die Büros des Bischöflichen Ordinariats, eine Kapelle, und Wohnungen untergebracht werden.
Der Entwurf führt zunächst vom Nachbargebäude aus die Blockrandstruktur fort und bildet an der Kreuzung der Schweriner Straße / Ermischstraße einen kleinen Platz aus. Die Ecksituation wird zusätzlich durch die Ausbildung einer Gebäudeüberhöhung an dieser Stelle betont. Die Kapelle, neben dem Haupteingang angeordnet, liegt ebenfalls an diesem Platz und trägt mit ihrer Außenwirkung zur Adressbildung und Ablesbarkeit des Gebäudes bei.
Die klar gegliederte Fassade mit ihrer ablesbaren Tektonik unterstreicht die Bedeutung des Hauses im Straßenraum ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Neben dem wertigen Erscheinungsbild überzeugt die Materialisierung durch eine wartungsarme Langlebigkeit. Naturstein (Kirchheimer Muschelkalk, Oberbank hell gebürstet) und Baubronze entsprechen diesen Vorgaben. Die Patina, die diese Materialien im Alterungsprozess erzeugen, verleiht dem Haus eine zusätzliche Qualität, welche die Anmutung nach Fertigstellung sogar noch übersteigt.
Richtfest abgesagt
Coronabedingt musste das Richtfest für den Neubau von 97 Wohnungen und einer Kindertagesstätte abgesagt werden. Am innerstädtischen Standort Bernhard-Göring-Straße errichtet die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) ein Gebäude mit frei finanzierten und geförderten Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2021 geplant.
Wohnungsbau am Bayrischen Bahnhof
Kompetenzerweiterung: Sachverständiger für Nachhaltiges Bauen
Conrad Lohmann nahm in der Zeit vom 10.01.19 – 25.05.19 am Zertifikatslehrgang Sachverständiger für Nachhaltiges Bauen teil. Nach erfolgreich bestandener Prüfung kann er jetzt Bauprojekte mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) begleiten und darf die Bewertungen bei den anerkannten Zertifizierungsstellen einreichen. Exklusiv hat er mit der Fortbildung beim STI das Recht erworben, Projekte bei der Zertifizierungsstelle STI in Dresden einreichen zu können.
Mit dem BNB-System können sowohl neue Bauvorhaben, als auch bestehende Gebäude zertifiziert werden. Für Bauaufgaben des Bundes ist eine Bewertung gemäß BNB verpflichtend. Für Bauaufgaben der öffentlichen Hand (Länder und Kommunen) wird die Verpflichtung in den kommenden Jahren eingeführt. Die Bauvorhaben können im BNB-System mit Gold, Silber und Bronze bewertet werden. Für Bundesbauten besteht bereits die Selbstverpflichtung mindestens den Status Silber zu erreichen. Da die Anwendung des BNB-Systems in Zukunft vermehrt gefordert werden wird, konnte Conrad Lohmann mit seiner Weiterbildung eine wichtige Kompetenzerweiterung für das Büro erlangen.
Schön gescheitert
Das Bistum Dresden-Meißen plant nach Abriss der Bestandsgebäude den Neubau des bischöflichen Ordinariats. Neben der Verwaltung des Bistums wird das zukünftige Haus eine Kapelle und einen zentralen Veranstaltungsraum erhalten. Zur Ergänzung des neuen Ensembles sind einige Wohnungen und Büros zur Fremdvermietung auf dem Grundstück zu planen. Für diese Bauaufgabe lobte das Bistum Dresden-Meißen ein konkurrierendes Wettbewerbsverfahren aus.
Unser Bebauungsvorschlag für das Grundstück in der Dresdner Altstadt, zwischen Postplatz und Wettiner Platz gelegen, ordnet sich unter Wahrung von Bauflucht und Traufhöhe in den städtebaulichen Kontext ein. Das Haus mit einer hochwertigen Fassade aus Kirchheimer Muschelkalk und Baubronze fügt sich selbsterklärend und harmonisch in die Stadtstruktur und bildet an der Ecksituation einen kleinen Eingangsplatz aus. Das Ordinariat wird über diesen neuen Platz erschlossen - er bietet Raum um etwas zu verweilen. Eine Arkade macht den Eingangsbereich des Ordinariats dort ablesbar und bildet einen angemessenen Übergang zwischen Stadtraum und Gebäude aus.







