Wohn- und Geschäftshaus, Dresden 1.Preis

Im Rahmen einer mehrstufigen Konzeptstudie hatte die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG (WGJ) acht Architekturbüros eingeladen, Vorentwürfe zu erstellen. An städtebaulich exponierter Stelle im Dresdner Stadtteil Johannstadt soll auf einer ca. 1.500m² großen Parzelle bis 2018 ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Neben der Wohnnutzung mit vor allem 2- und 3-Raum-Wohnungen werden EG und 1. OG mit Laden- und Büronutzung beplant.

Der Beitrag von F29 Architekten ordnet das heterogene städtebauliche Umfeld mit einem differenziert gestalteten Baukörper. Der Entwurf greift das bestehende Rudiment der angedeuteten Blockrandbebauung des Nachbarhauses („ADAC-Haus“) auf und formuliert im Kreuzungsbereich einen Endpunkt welcher selbsterklärend von der straßenbegleitenden Bebauung in das östliche Gebiet freistehender Solitäre überleitet. In Maß und Form orientiert sich die Zeile des Entwurfes am angrenzenden ADAC-Haus um am Kreuzungsbereich daraus eine markante turmähnliche Bebauung abzuleiten.

Gebäudekomposition und die Organisation der Wohnungen überzeugten, so dass die WGJ sich entschieden hat den Beitrag von F29 mit dem ersten Preis auszuzeichnen.


Auszeichnung beim Architekturpreis Sachsen-Anhalt 2016

Mediathek Burg Giebichenstein, Halle

Beurteilung der Jury:

Städtebaulich gut positioniert auf dem hügeligen Grundstück gibt die Mediathek einen spannenden Kontrast zum Haupthaus aus Stein in einem schönen Materialgleichgewicht. Das neue Haus hat eine Leichtigkeit wie ein Gartenpavillon.Die Tragstruktur ist minimal und rhythmisch, wodurch eine enorme Flexibilität für die Zukunft entsteht. Abwechslung in diesem Regelmaß bringen die Lufträume, die interessante Aussichten auf die reiche Umgebung bieten. Auch in puncto Sicherheit und technische Anordnung kann sich das Gebäude leicht an zukünftige Nutzungen anpassen. Durch intelligente Planung, u.a. der Leitungsverläufe und Verdunklungsschirme, durch den gewählten Innenausbau und die neutralen Materialien, macht das Ganze einen sehr aufgeräumten Eindruck.
Das Haus ist schön, einfach, flexibel und gemacht für lange Zeit. Bauherr, Architekt und Benutzer werden das noch lange genießen.

» Mediathek Burg Giebichenstein


Mediathek Burg Giebichenstein, Halle

In der aktuellen Ausgabe 7.2016 der Bauwelt, Thema "Wieviel Holz solls denn sein?", wird die Mediathek der Hochschule Burg Giebichenstein vorgestellt.

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Änderung Geschäftsführung F29 Architekten

Ab 01.01.2016 wird ein Gründungsgesellschafter der F29 Architekten GmbH, Christian Schmitz, das Büro verlassen. Peter Zirkel wird als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer das Architekturbüro in gewohnter Weise weiter leiten.


Alle Jahre wieder!

F29 Architekten wünschen allen Freunden und Geschäftspartnern ein Frohes Fest und ein erfolgreiches Jahr 2016!


Bauhaus Archiv

Bauhaus Archiv

Die Bundesrepublik Deutschland begeht 2019 das 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses, der wichtigsten Schule für Architektur und Design im 20. Jahrhundert. Hierfür soll das Bestandsgebäude denkmalgerecht saniert und um einen Neubau erweitert werden. Das Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte des Bauhauses.

Der Erweiterungsbau entwickelt sich aus den städtebaulichen Gegebenheiten des Grundstücks, welches einerseits durch die verkehrsreiche Klingelhöferstraße, andererseits durch den Grünzug entlang des Landwehrkanals geprägt wird. Das bestehende Gebäude von Walter Gropius wird als Villa in umhegten Garten interpretiert. Die Erweiterung positioniert sich entlang der Grundstücksgrenzen und bildet durch diese Setzung eine eindeutige Trennung zum Straßenraum aus. Der prägnante kupferverkleidete Baukörper des Erweiterungsbaus beherbergt Wechselausstellungen und Administration. Dauerausstellung und Depots sind dagegen unterirdische, unter dem Gartenniveau angeordnet. Das vollkommen verglaste Erdgeschoss an der Straße lässt den Gropius’schen Bestandsbau vom Stadtraum aus erlebbar werden.


Antoniter Quartier

Antoniter Quartier

Mitten im Stadtzentrum von Köln, an der Schildergasse, steht die evangelische Antoniterkirche. Die 1378 fertig gestellte dreischiffige gotische Pfeilerbasilika wurde nach der Beschädigung im Zweiten Weltkrieg bis 1952 wieder aufgebaut. Sie ist heute nach dem Kölner Dom die meistbesuchte Kirche Kölns und beherbergt u.a. in einem Seitenschiff die Bronzeplastik „Der Schwebende“ von Ernst Barlach. Das Grundstück im Anschluss an die Kirche soll zu einem Quartier mit kirchlicher, kommerzieller und Wohnnutzung entwickelt werden und der Citykirchengemeinde neue räumliche Möglichkeiten eröffnen.

Der Entwurf befreit die Antoniterkirche von den südlich angrenzenden Bestandsgebäuden und definiert einen neuen Blockrandabschluss zwischen Schildergasse und Antoniterstraße. Eingerahmt zwischen der neuen Blockrandbebauung im Osten und der bestehenden Bebauung im Westen bilden die beiden freigestellten Baukörper Antoniterkirche und Citykirchenzentrum ein stadträumliches Spannungsfeld, in dem der neue Kirchplatz vielfältige Freiräume für die Aktivitäten des Gemeindelebens bietet. Sämtliche kirchliche Funktionen sind nachvollziehbar in dem freistehenden Gebäude am Platz über vier Etagen organisiert. Kommerzielle Funktionen befinden sich im Erdgeschoss an der neuen Fußgängerpassage zwischen Schildergasse und Antoniterstraße.


Parochialkirche

Parochialkirche

Der Zentralraum der Parochialkirche gehört zu den eindrücklichsten Innenräumen in Berlin. Nach ihrer Fertigstellung 1703 wurde die Kirche durch die Zerstörung im Jahre 1944 und ihrem reduzierten – die „Wunden“ des Zweiten Weltkriegs nicht tilgenden – Wiederaufbau zugleich zu einem Monument deutscher Geschichte. Die Gemeinde ist Eigentümerin der Kunstsammlung der St. Marienkirche und hat die Stiftung kirchliches Kulturerbe in Berlin und Brandenburg gegründet. Ihr Anliegen ist es, unter anderem mit Ausstellungs- und Restaurierungsprojekten in der Parochialkirche, im Herzen Berlins, die Aufmerksamkeit und das Engagement für den Erhalt der kirchlichen Kunst der Mark Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz zu wecken.

Ausgehend von der Situation schlägt der Entwurf die Entwicklung eines „Raum im Raum“ vor. Abgeleitet von der Grundrissform entwickelt sich ein Raum-Möbel, dessen umlaufendes Volumen sich der Brüstungshöhe der Kirchenfenster unterordnet und die Kunstsammlung aufnimmt. Parallel zur Außenwand angeordnet, rückt das Möbel bewusst von ihr ab und kreiert einen Zwischenraum, der begangen werden kann. Er kräftigt die Autonomie des eingestellten Objekts und stört nicht die Ablesbarkeit der Spuren von Zerstörung und Wiederaufbau.


Cottbusser Tor

Cottbusser Tor

Die Wohnanlage wurde von 1937 bis 1939 durch den Cottbuser Architekten Rudolf Stiefler erbaut. Es entstanden Wohnungen für verheiratete Unteroffiziere der in Nachbarschaft befindlichen Hermann-Löns-Kaserne. Die Wohnanlage besitzt neben ihrer architektur- und ortsgeschichtlichen Bedeutung, die sich mit der Substanz und dem Erscheinungsbild verbinden, eine besondere städtebauliche Wirkung als „Eingangstor“ in die Stadt Cottbus aus Richtung Spremberg. Das seit Jahren leerstehende Ensemble soll umfassend saniert und wieder für Wohnzwecke mit einem zeitgemäßen Wohnungsmix genutzt werden.

Ausgehend von der Priorität des Erhalts der stadträumlichen Wirkung der Gesamtanlage beschränken sich die Interventionen zum größten Teil auf das Gebäudeinnere und den Hof. Die Straßenfassade bleibt in ihrer Gesamterscheinung und Materialität erhalten und wird lediglich renoviert. Dem Bestandsgebäude wird auf der Hofseite ein großzügiges Balkon- und Laubengangelement mit einem Personenaufzug angefügt. Dies ermöglicht einerseits die barrierefreie Erschließung vieler Wohnungen, andererseits ist dies ein Zugewinn von kostengünstig herzustellenden, vermietbaren und attraktiven Wohnflächen.


Mediathek Burg Giebichenstein

Mediathek Burg Giebichenstein

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zählt zu den führenden Ausbildungsstätten für Kunstgewerbe, grafische Gestaltung und Innenarchitektur in Deutschland. Der Campus Design entwickelte sich nach dem Kriege vor allem auf dem ursprünglichen Anwesen der Bankiers-Familie Steckner, das um 1900 errichtet wurde. Eine Villa mit herrschaftlichem Anspruch in einer weitläufigen Gartenanlage am Mühlgraben der Saale wurde über die Jahre mit Lehrklassengebäude, Werkstätten und administrativen Gebäude verdichtet und zu einem Campus umgewidmet. Auf der letzten frei verbliebenen Fläche ist jetzt die neue Mediathek entstanden.

Der respektvolle Umgang mit den Villenarchitekturen der Nachbarschaft und die gleichzeitige Schaffung einer eindeutigen Campusmitte zeichnet den Entwurf für die Mediathek aus. Ein langgestreckter Baukörper, dessen größter Teil in der Erde vergraben ist, reduziert das oberirdische Bauvolumen auf ein Minimum. So bleibt die Hierarchie von Haupthaus (Villa Steckner) und Nebenhaus (Mediathek) gewahrt, ohne dass die souveräne Eigenständigkeit des Neubaus dadurch in Frage gestellt wird. Er kann als pavillonartiges Gebäude, ähnlich der Tradition früher Orangerien, als eigebettet in eine Parklandschaft gelesen werden. Strukturelemente solcher Architekturen -Holz, Glas, Raster- finden sich auch an der Fassade der Mediathek wieder.