Jahresgruß 2021

Ganz besonders ehrt uns dieses Jahr die Auszeichnung des Genossenschaftsgebäudes Johannstadt mit dem Erlweinpreis der Landeshauptstadt Dresden 2020 und einer Anerkennung beim Architekturpreis 2021 des BDA Sachsen. Außerdem konnten wir den Auftrag für die Sanierung und den Umbau des Alten Schlachthofs in Naumburg zum Theater erhalten und mit der Planung beginnen. Wir freuen uns über den Baubeginn der ersten Dresdner Holzschule in Seidnitz. Auch in Lützen hat der Spatenstich für das Museum Lützen 1632 stattgefunden. Zudem steht die Fertigstellung der Baustellen Kirche Canitz und Stadtbibliothek Wittenberg kurz bevor.

Wir bedanken uns bei allen Bauherren, Handwerkern, Bekannten, Kollegen und Freunden für die gute Zusammenarbeit 2021 und wünschen ein besinnliches Fest sowie einen guten Start ins neue Jahr!


Ausgezeichnet

Genossenschaftsgebäude Johannstadt erhält Anerkennung zum Architekturpreis des BDA-Sachsen 2021

Die Jury unter Mitwirkung von Prof. Volker Staab, Julia Dahlhaus und Dr. Uta Gelbke begründet die Auszeichnungen wie folgt: „…..Die abgerundeten Gebäudeecken und die umlaufende Verwendung der gelb-ockerfarbenen Ziegel erzeugen ein wohltuend ruhiges Fassadenbild. Private Außenräume der Wohnungen sind als Loggien in die Kubatur eingeschnitten, was den präzise gefassten Gesamteindruck unterstützt. In Johannstadt ist ein gemischtfunktionaler und gestalterisch anspruchsvoller Wohnbau entstanden, der zukünftigen genossenschaftlichen Projekten Vorbild steht.“

BDA Sachsen

Genossenschaftsgebäude Johannstadt

 


Jetzt erhältlich

Peter Zirkel, Till Schuster
Sowjetischer Pavillon. Substanz oder Erscheinung

Der ehemalige Sowjetische Pavillon in Leipzig wurde 1924 als Messehalle für Werkzeugmaschinen errichtet und anfangs auch für Sportveranstaltungen genutzt. In der DDR diente er nach umfangreichen  Umgestaltungsmaßnahmen als Ausstellungspavillon der UdSSR, stand später nahezu zwanzig Jahre lang leer und wird nach aufwendigen Umbauten seit 2019 vom Stadtarchiv Leipzig genutzt.
Das Buch skizziert die facettenreiche Geschichte dieses beeindruckenden Gebäudes. Dabei veranschaulichen vergleichende zeichnerische Darstellungen, zeitgenössische Fotografien sowie vertiefende Texte und Interviews die gestalterischen Wandlungen. Sie führten bisweilen zu ideologisch aufgeladenen Wahrnehmungen dieses Bauwerks im Kontext der jeweiligen Gesellschaftssysteme. So wird deutlich, dass neben Fragen des Denkmalschutzes und baukünstlerischen Wertes auch der zeitgeschichtlich-symbolische Zeugniswert des markanten Erscheinungsbildes bei der Sanierung wichtig war, ein Aspekt, der beim Umgang mit Bauten der sozialistischen Ära immer mehr an Bedeutung gewinnt.

M BOOKS


Erlweinpreis für Genossenschafts-gebäude

Eine Jury unter Leitung von Professor Jörg Joppien entschied zum achten Mal über die Vergabe des Erlweinpreises der Landeshauptstadt Dresden. Bau- und Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn zur Preisvergabe: „ …. Besonders jedoch freue ich mich über die Preisträgerarbeit. Sie belegt, dass das sowohl im Äußeren als auch in der Struktur in hoher handwerklicher Qualität konzipierte und in einem städtebaulich heterogenen Umfeld nach diesen Plänen umgesetzte Gebäude einen wundervollen Beitrag zur stadträumlichen und funktionalen Konsolidierung leisten kann. Vor allem aber wird deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum nicht gleichzeitig ein billig anmutendes Äußeres haben muss. Mein Dank gilt dem Architekten Peter Zirkel und seinem Team sowie der Bauherrin, der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, für diesen Beleg, der uns und anderen Planerinnen und Planern, Bauherrinnen und Bauherren Beispiel und Ansporn sein soll.“

Genossenschaftsgebäude Johannstadt


Reparieren - Wie sieht Nachhaltigkeit aus?

Freitag, 29.10.2021, 18:00 Uhr | Symposium des Werkbund Sachsen

Schränken die Konsequenzen der Klimakrise den Spielraum von Architekten und Produktgestalter ein? Ändern sich die Parameter der Gestaltung – brauchen wir eine neue Ästhetik? Diese Fragen sollen im Rahmen eines Symposiums am 29. Oktober 2021 im Zentrum für Baukultur mit folgenden Gästen diskutiert werden:

- Dr. Christian Demand: Philosoph, Berlin
- Dr. Katharina Dutz: Mitglied im Vorstand Reparaturrat Oldenburg
- Dr. Rudolf Fischer: Kunsthistoriker, Leiter Archiv der Avantgarden, Dresden
- Prof. Dr. Niko Paech: Plurale Ökonomie, Universität Siegen
- Katharina Wittke: Architektin, Team Zirkuläres Bauen, Dresden

Moderation: Swantje Karich, Redakteurin im Feuilleton der ‚WELT‘, Berlin

Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK)


In Kürze

Peter Zirkel (Herausgeber), Till Schuster „Sowjetischer Pavillon: Substanz oder Erscheinung“ Mit Texten von Gregor Harbusch, Wolfgang Kil, Tanja Scheffler und Peter Zirkel, mit Fotografien von Till Schuster sowie einem Gespräch mit Thomas Will. M BOOKS Weimar, 2021.

M BOOKS


Bellum et Artes

Im Dresdner Residenzschloss wird bis zum 04. Oktober 2021 eine Ausstellung gezeigt, die die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges und die Rolle der Kunst in dieser Zeit zum Gegenstand hat. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden veranstalten im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitprogrammes einen Workshop bei dem die neue Gestaltung der Gustav Adolf Gedenkstätte in Lützen ausführlich diskutiert wurde. Museumsdirektorin Theresa Schneidewind und Peter Zirkel sprachen am 30.08.2021 im Hans-Nadler-Saal zu  einem Gremium aus internationalen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und erläuterten Stand und Konzeption des sich nun in der Realisierungsphase befindlichen Neubaus ‚Museum Lützen 1632‘ (Abbildung: Stefano della Bella ‚Der Tod reitet über das Schlachtfeld 1645/48)

Museum Lützen 1632


Ich war einmal eine Typenschule!

Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück zur Errichtung der ersten Holzmodulschule in Dresden sind jetzt abgeschlossen. Das schon länger, aufgrund seiner baulichen und technischen Mängel, nicht mehr genutzte Schulgebäude aus den 1970’er Jahren (Typ Dresden-Atrium) musste für den Neubau rückgebaut werden. Neben der sortenreinen Trennung aller wiederverwendbaren Materialien werden die Betonelemente der Fassade und Decken am Ort als Baumaterial eingesetzt. Klein gemahlen und auf Altlastenfreiheit untersucht wird der entstandene Schutt zur Ertüchtigung des Baugrundes unter der zukünftigen Bodenplatte eingebaut. Das Downgrading der früheren Bauelemente reduziert den Rohstoffverbrauch für die neue Schule bei der Errichtung des Gründungsbauwerkes

Schulen Schilfweg


Spatenstich für das ‚Museum Lützen 1632‘

Neues Museum an historischer Stelle. Bei Lützen kam der schwedische König Gustav II. Adolf 1632 ums Leben, in Folge einer der schwersten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Mit dem Spatenstich begannen nun die Bauarbeiten für einen Museumsneubau zur Ergänzung der Gedenkstätte. Nach gewonnenem Wettbewerb 2017 und Freigabe der Finanzierung im Herbst 2020 kann aktuell termingerecht mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden. Bei einem feierlichen Festakt, u.a. mit Thomas Wünsch (Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt), wurde die bisherige Planungsarbeit gewürdigt und die weitere Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck gebracht.

Museum Lützen 1632


Sankt Laurentius

2. Preis
In der Innenstadt von Auerbach wünscht sich die Evangelische Gemeinde einen identitätsstiftenden Ort als Ausgangspunkt verschiedener gemeinschaftlicher Aktivitäten. Im Gebäudeensemble finden Gemeindetreff, Kindertagesstätte, Pfarrverwaltung und Gemeindesaal ihren Platz. Die Jury schreibt in ihrem Urteil: „Der Entwurf schafft einen charaktervollen Lösungsvorschlag für die gegebene Aufgabe mit eindeutiger Adressbildung. Das Gebäude fügt sich auf besondere Art in die umgebende Bebauung ein. Die Verfasser stellen einen sehr gut detaillierten Entwurf vor, der jedem Bereich seinen „Ort“ lässt und die dazugehörigen Freibereiche sinnvoll zum Einsatz bringt. Alles zusammen verbindet sich zu einer großen Einheit des Gemeindezentrums, welches sich zusammengehörig fühlt, obwohl es aus ganz unterschiedlichen Bereichen entsteht.“

Mehr auf competitionline