Kunstschule im Park
Das Lindenau-Museum Altenburg wurde 1873 – 1876 nach den Plänen des Architekten Julius Robert Enger im Stil der Neorenaissance erbaut. Im Rahmen eines vielbeachteten Expertengesprächs im April 2022 wurde die nationale Bedeutung des Bauwerks nochmals hervorgehoben und die Tragweite der bisher vorliegenden Eingriffsoptionen betont. Es wurde angeregt ein konkurrierendes Verfahren zur Erarbeitung alternativer Vorentwurfsideen für die Neugestaltung des barrierefreien Eingangsbereiches und der Vermittlungsräumlichkeiten mit sechs Architekturbüros durchzuführen.
Mit der Grundsatzentscheidung der Denkmalpflege, auf den heutigen Terrassenvorbau verzichten zu können, ergibt sich eine einfache und selbstverständliche Möglichkeit, einen einladenden und repräsentativen Museumseingang zu realisieren, der ebenso den Anforderungen der heutigen Zeit an Barrierefreiheit und einen niederschwelligen Zugang entspricht. Die ‚Kunstschule im Park‘ vermittelt zwischen dem Wegenetz der Parkanlage und der symmetrischen Fassadenkomposition des Lindenau-Museums. Die Vermittlungsräume werden in einem Neubau untergebracht. Organisatorisch hat dies den großen Vorteil, dass Kunstvermittlung und Museumsbetrieb zeitlich voneinander unabhängig erfolgen können.
Das Gremium verständigte sich zum Beitrag von Peter Zirkel auf folgende Bewertung: „Bei der Arbeit wurde die direkte Eingangszone anerkannt. Nicht überzeugen konnte die raumgreifende Erweiterung vor der Südfassade.“