Wettbewerb Landesberufschule Marconi und Lèvinas, Meran (Italien)

Im heterogenen Umfeld eines gewerblich geprägten Siedlungsteils von Meran (Südtirol) galt es an einem Standort für zwei Landesberufsschulen (Landesberufsschule für Industrie, Handwerk und Handel sowie der Landesberufsschule für Sozialberufe) einen gemeinsamen neuen Sitz zu entwickeln. Die Autonome Provinz Bozen lobte dafür einen EU-weit offenen und anonymen Architektenwettbewerb in zwei Bearbeitungsphasen aus.

88 Arbeiten hatte die Jury in der offenen ersten Phase zu bewerten. Der Beitrag von F29 überzeugte durch "die Bescheidenheit in der Bauhöhe, durch die Zurückhaltung und Ordnung und durch klare und übersichtliche Grundrisse" und wurde für die Weiterbearbeitung in der zweiten Phase empfohlen.
Unter den letztendlich verbliebenen 25 qualifizierten Teilnehmern der Zweiten Phase wurde der Entwurf von F29 mit einem 13. Platz ausgezeichnet.


Alle Jahre wieder!

F29 Architekten wünschen allen Freunden und Geschäftspartnern ein Frohes Fest und ein erfolgreiches Jahr 2014!


Baubeginn Amerika-Gedenkbibliothek, Berlin

In den vergangenen Tagen wurden die Umbauarbeiten in den Publikumsbereichen der Amerika-Gedenkbibliothek Berlin aufgenommen. Nach dem Wettbewerbserfolg im Frühjahr wurden F29 Architekten mit der Neugestaltung der Bibliotheksbereiche beauftragt. Der Umbau erfolgt in mehreren Abschnitten unter Aufrechterhaltung des Bibliotheksbetriebes. Das denkmalgeschützte Gebäude, welches in den 1950er Jahren der Stadt Berlin durch die Vereinigten Staaten geschenkt wurde, zählt mit täglich 3.000-5.000 Besuchern zu den am stärksten frequentierten Bibliotheksstandorten in Berlin.

AGB, Berlin


Landesberufschule Marconi

Landesberufschule Marconi

Das zu planende Schulgebäude in Meran (Südtirol) wird zwei Schulen mit völlig unterschiedlicher didaktischer und berufsbildnerischer Ausrichtung beherbergen. Einerseits der neue Sitz für die Landesberufsschule für Handwerk, Industrie und Handel „G. Marconi“, anderseits den Meraner Sitz der Landesberufsschule für Soziale Berufe „E. Lévinas“.

Die Integration des Gebäudes in sein unmittelbares, städtebauliches Umfeld kennzeichnet den Entwurf zum Neubau der Landesberufsschulen Marconi und Lévinas. Die Höhenentwicklung des Baukörpers wird auf die der Nachbargebäude des in der Handwerks- und Produktionszone Untermais liegende Grundstücks beschränkt. Die Anmutung des Hauses orientiert sich am robusten Erscheinungsbild von Industriebauten. Äußerlich tritt die Hülle aus dunkel pigmentiertem Sichtbeton in Erscheinung, welche tektonisch als Tritlith-Konstruktion aus Sturz und Träger ausgebildet ist. Ablesbare Fügung und materialgerechte Konstruktion kennzeichnen das zukünftige Fassadenbild. Gleichzeitig ermöglichen die großen Fensteröffnungen Durch- und Einblicke, welche im reizvollen Kontrast zur massigen Tragkonstruktion stehen.


Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verwaltet innerhalb der Bundesregierung den höchsten Etat und hat ca. 1.000 Mitarbeiter. Für weitere zwei getrennte Abteilungen mit 100 Mitarbeitern soll an der Liegenschaft in der Wilhelmstraße ein Erweiterungsbau errichtet werden. Der bestehende Gebäudekomplex des Ministeriums besteht aus dem Torso des ehemaligen Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, dem sogenannten „Kleisthaus“ und dem Hofbeamtenhaus von 1883 in direkter Nachbarschaft zum geplanten Erweiterungsgebäude.

Mit seinem überhöhten Erdgeschoss und der Ausbildung eines Staffelgeschosses besitzt das neue Gebäude eine ablesbare, horizontale Fassadengliederung mit Sockel-, Mittel- und Dachzone. Trauf- und Firsthöhen der angrenzenden Gebäude werden übernommen und der Straßenraum der Wilhelmstraße (übrigens die zukünftige Platzfassade zum Wilhelmplatz) vervollständigt. Am Übergang zum Hofbeamtenhaus löst sich die strenge Straßenfassade in eine plastische Komposition auf, die dem Baukörper Tiefe verleiht. Die Höhenstaffelung reagiert sensibel auf die Fassadengliederung des Hofbeamtenhauses und leitet ohne Brüche zum Haupteingang des Ministeriums über.


Wohnen Plus

Wohnen Plus

Mit der Bebauung am Gatterweg fand die 15 Jahre dauernde Konversion eines vier Hektar großen Industriegeländes in ein Wohngebiet seinen vorläufigen Abschluss. Gestalterisch lehnt sich das Haus an der vorherrschenden Bauweise und Gliederung der Häuser in der Mainfranken-Region an. Giebelständige Häuser mit steilen Dachneigungen, meist mit kleinen Vorgärten, reihen sich traditionell entlang der angrenzenden Straßenräumen. Dieses Motiv wird beim Projekt „Wohnen Plus“ auf ein Mehrfamilienhaus übertragen.

17 Wohnungen werden über zwei Treppenhäuser erschlossen. Der Wohnungsmix reicht von 1-Raum-Wohnungen mit ca. 27 m² bis hin zu 4-Raum-Wohnungen mit ca. 100 m². Beide Häuser werden zu einem Baukörper zusammengefasst und über die bewegte Dachlandschaft rhythmisiert. Die Muschelkalkverkleidung der Erdgeschosszone findet sich im Innern in den Treppenhäusern wieder und verbindet so Außen- und Innenraum zu einer gestalterischen Einheit.


Haus in Moritzburg

Haus in Moritzburg

Die Gemeinde Moritzburg ist vor allem durch das gleichnamige um1542 errichtete und 1723 vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann zum barocken Jagd- und Lustschloss umgebaute Schloss bekannt. Von Dresden kommend führt eine zentrale Achse direkt auf das inmitten eines großen Teiches gelegene Schloss zu. An einer Seitenstraße dieser Achse liegt das Grundstück für das Haus in Moritzburg. Das direkte Umfeld ist geprägt von einer heterogenen Struktur aus Einzelhäuser in unterschiedlicher architektonischer Qualität.

Die zurückhaltende aber wertige Gesamterscheinung des Gebäudes wird geprägt durch die handwerkliche Verarbeitung exklusiver Materialien im Inneren und Äußeren. Filigrane Fenster- und Türprofile aus Stahl kontrastieren mit der Massivität der Fassade. Das sandfarbene Verblendmauerwerk aus handgeformten Kohlebrandziegeln wird mittels Betonfertigteilen im Sockelbereich, Gurtgesims, Attika und Fenstereinfassungen gegliedert und erfährt somit eine zeitgemäße Interpretation historischer Referenzen ortsüblicher Architektur. Im Innern besitzt das Haus eine fast klassisch zu bezeichnende Ordnung. Um eine zentrale, mittig angeordnete zweigeschossige Halle gruppieren sich im Erdgeschoss die Wohnbereiche und im Obergeschoss die individuellen Räume der Bewohner.


Kompetenzerweiterung F29 (02/2013)

Gaby Heijltjes hat erfolgreich an einer 4 tägigen Fortbildung zum barrierefreien Bauen bei der Architektenkammer Sachsen teilgenommen. Schwerpunkt des Seminares war die Sensibilisierung der Planer für die zukünftigen Aufgaben im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel der Gesellschaft in Deutschland. Die Auswirkungen auf die Planung hinsichtlich u.a. gesetzlicher Grundlagen, Raumbedarf, Oberflächengestaltung, Brandschutz und Bauphysik wurden detailliert gelehrt.

Peter Zirkel hat das zweite Modul im dreiteiligen Ausbildungskonzept der ‚Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen‘ mit der Prüfung zum DGNB Consultant erfolgreich abgeschlossen. In diesem Ausbildungsabschnitt wurde die Systematik des Zertifizierungsprozess in einem einwöchigen Lehrgang gelehrt und danach geprüft. Als DGNB Consultant hat Peter Zirkel nun Zugang zum internen Mitgliederbereich der DGNB und verfügt damit über sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitszertifizierung aller Gebäudetypen. Er ist damit autorisiert Bauherrn umfassend zu informieren und einen Zertifizierungsprozess zu begleiten.


Exkursion 2013: Rom

Das Programm beinhaltete u.a.:

Hochaltarziborium St. Peter (G. Bernini/F. Borromini, 1633)
Pantheon (ca. 125 n.Chr.)
Oratorium Filippo Neri (F. Borromini, 1650)
Bibliothec Hertziana (J.N. Baldeweg, 2012)
Foro Italico (u.a. D. Debbios, 1942)
Palazetto dello Sport (P.L. Nervi, 1962)
Parco della Musica (R. Piano, 2002)
MAXXI (Z. Hadid, 2008)
La Rinascente (F. Helg, F. Albani, 1957)
Forum Romanum und Kolosseum
San Clemente (ca. 100 n.Chr. und 12. Jahrhundert)
Santo Stefano Rotondo (ca. 460 nChr.)
Quartier Tibutina (M. Ridolfi, 1953)
Santa Constanza (ca. 350 n.Chr.)
EUR- Esposizione Universale di Roma (M. Piacentini, 1942)
Palazzo Barberini (G. Bernini/F. Borromini, 1635)
San Carlo alle Quattro Fontane (F. Borromini, 1670)
Sant’Andrea al Quirinale (G. Bernini, 1673)
San Ivo alle Sapienza (F. Borromini, 1660)


Fertigstellung Haus S

In unmittelbarer Nähe zur Schlossallee in Moritzburg wurde das repräsentative Wohnhaus fertiggestellt. Nach dem Bezug durch die Bauherrschaft in den letzten Tagen werden gegenwärtig die Aussenanlagen fertig gestellt.
Das zur Straße sich introvertiert gebende Gebäude öffnet sich großzügig zum Garten. Die Fassade aus hochwertigem dänischem Klinker wird durch Betonwerkstein-Elemente akzentuiert.