Gemeindezentrum Lutherkirche

Gemeindezentrum Lutherkirche
Die Lutherkirchengemeinde Radbeul versteht sich als Gemeinschaft von Christen unterschiedlicher Prägung, unvollkommene und begabte Menschen, die das Apostolische Glaubensbekenntnis miteinander verbindet. In ihrer Mitte steht der Gottesdienst, daneben umfasst das gemeindliche Leben aber auch vielfältige Aktivitäten, insbesondere die Kirchenmusik. Dafür wünscht sich die Gemeinde ein neues Gebäude auf dem Kirchenareal.
Das neue Gemeindezentrum der Lutherkirche in Radebeul stellt sich als skulptural anmutender Baukörper der Kirche (Architekten Schillig & Graebner, 1892) zur Seite. Klar ablesbar ist das Volumen des Saales sowie der Oberlicht-Laterne, welche für eine indirekte Lichtführung aus Süden in den Saal sorgt. Schützend schließt die Pergola den neuen Gemeindehof nach Süden ab und ermöglicht die witterungsgeschützte Passage vom Gemeindezentrum zur Kirche. Das Gemeindezentrum lehnt sich zugunsten der gewollten Ensemblewirkung in seiner äußeren Erscheinung an die Lutherkirche an. Es kleidet sich in ein artverwandtes Ziegelmaterial, welches jedoch durch den anders gewählten Verband sowie bedingt durch das Format eine eher horizontale, lagernde Wirkung erzielt.
Dokumentationszentrum Flucht Vertreibung Versöhnung

Dokumentationszentrum Flucht Vertreibung Versöhnung
Zur Realisierung und inhaltlichen Ausgestaltung des letzten großen Bauprojektes im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung in Berlin wurde die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung errichtet. Ihr Ziel ist es Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung im Kontext nationalsozialistischer Expansions- und Vernichtungspolitik in die Geschichte europäischer Zwangsmigrationen einzubetten. Als Standort für dieses Dokumentationszentrum wurde von der Bundesregierung das Deutschlandhaus in Berlin ausgewählt. Das um 1930 als Lichtspielhaus errichtete Gebäude diente nach dem Krieg als Hauptsitz des Bundes der Vertriebenen. Der Umbau beinhaltet Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Büroflächen sowie eine Mediathek.
Die heutigen Standards zur Erhaltung des kulturellen Erbgutes lassen aus technischer Sicht eigentlich nur Räumlichkeiten ohne Tageslichteintrag zu. Das heißt: neutrale Räume mit Kunstlicht, flexibel ausgeleuchtet und mit geringem Energiebedarf temperiert. Oder mit anderen Worten: eine Black-Box mit unterschiedlich inszenierten Erlebniswelten im Innern. Neben den Ausstellungsflächen wird der Rundweg durch die Ausstellung mit Räumen zur Reflektion, Räume um sich auszuruhen oder einfach nur Räume die eine Orientierung ermöglichen ergänzt.
Max Planck Institut für Psycholinguistik

Max Planck Institut für Psycholinguistik
Das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik ist eines von 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft. Es ist eines der wenigen Max-Planck-Institute außerhalb Deutschlands. Aufgabe des Instituts ist die psychologischen, sozialen und biologischen Grundlagen von Sprache zu erforschen. Es ist seit 1985 an seinem heutigen Standort in einem großzügigen baumbestandenen Park, in zentraler Lage Nijmegens ansässig. Das dreigeschossige Gebäude wurde erstmals 1997 erweitert.
Ein wesentlicher Aspekt von wissenschaftlichen Arbeiten fand beim Erweiterungsbau des Max-Planck-Institutes für Psycholinguistik in Nijmegen besondere Berücksichtigung: Die räumlichen Möglichkeiten für Begegnung, Besprechung und Austausch innerhalb des Hauses werden erweitert und variierter ausgestaltet. Flure im Bestandgebäude werden aufgenommen, weitergeführt und zu einem neuen komplexeren Wegenetz verbunden. Der neue, größere Hörsaal wird im 1. Obergeschoss, der Bel Etage, als neues Zentrum für die Mitarbeiter und Forscher geschaffen. Die Lage und die über zwei Geschosse sich erstreckende Fensterfront ermöglichen einen ungehinderten Blick in den angrenzenden, östlich gelegenen Park. Er wird so zum neuen Zentrum des Institutes.
Magdalenenburg, Festung Königstein

Magdalenenburg, Festung Königstein
Im Zentrum der Festungsanlage Königstein wurde 1622 die sogenannte Magdalenenburg als Renaissanceschlösschen errichtet und 1818/19 zu einem bombenfesten Proviantmagazin umgebaut. Aus dieser Zeit resultieren das trutzige äußere Erscheinungsbild und eine veränderte Geschosseinteilung im Innern. Die Haupttreppenanlage, der Wendelstein, wurde jedoch im Zuge des Umbaus nicht angepasst. Das führte dazu, dass einige Geschosse nicht über dieses Erschließungssystem erreichbar waren. Mehrere Eingänge waren vorhanden, die aber oft in Sackgassen endeten. Das Erleben des Gebäudes in seiner Gesamtheit war für den Besucher unmöglich.
Ausgehend von der Forderung nach einem zweiten Fluchtweg setzt sich der Entwurf zum Ziel, alle Geschosse des Gebäudes zu verknüpfen und dem Besucher das Erleben des gesamten Baudenkmales zu ermöglichen. Ein komplexer Treppenraum im Innern erfüllt neben der Forderung des Brandschutzes auch die Aufgabe eines verbindenden Elements. Die sich daraus ergebenden Blickbeziehungen und Raumsequenzen verknüpfen die unterschiedlichen Ebenen im Haus. Ein Rundgang, ausgehend vom Fasskeller zum Eisenraum hin zu den Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen in den Obergeschossen, ist jetzt erstmals möglich.
Institut für ökologische Raumentwicklung

Institut für ökologische Raumentwicklung
Das Gebäude des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung ist ein Experimental-/Leichtbau der Bauakademie der DDR aus dem Jahr 1968. Der Ort, die Südvorstadt Dresden, ist geprägt von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden Wiederaufbau im Sinne der Moderne. Eine weitläufige, offene Bauweise mit Gebäuden unterschiedlicher Größe und Höhe prägen das städtebauliche Umfeld des Institutes. Neben der energetischen Ertüchtigung des bestehenden, eingeschossigen Gebäudes wurde am vorhandenen Standort ein Erweiterungsneubau mit ca. weiteren 50 Büroarbeitsplätzen gefordert.
Der Neubau ist als Überbauung eines Teiles des bisherigen Innenhofes mit zwei Obergeschossen errichtet. Alt- und Neubau gestalterisch und volumetrisch zu einer Einheit zu verschmelzen, führt zu einer deutlich verbesserten Wahrnehmung des Hauses im städtebaulichen Umfeld, aber auch zu sinnvollen funktionalen und räumlichen Synergien im Innern. Durch den hohen baulichen Wärmeschutz, eine effiziente Lüftungswärmerückgewinnung, die Nutzung passiver solarer Gewinne und interner Wärmequellen werden die Kriterien für die Passivhausbauweise fast erreicht (17 kWh/m²a). Damit konnte auf ein konventionelles Heizsystem im Neubauteil verzichtet werden.
Versorgungszentrum

Versorgungszentrum
Neubau Apotheke und Logistik
Das Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“ ist das größte Krankenhaus der Landeshauptstadt Dresden und besitzt den baulichen Charakter eines geschlossenen parkähnlichen Campus. Der eigentliche Standort des zukünftigen Versorgungszentrums liegt am nordöstlichen Rand des Klinikareals an der Pfotenhauer Straße.
Der Kopfbau des neuen Versorgungszentrums orientiert sich mit seinen vier Etagen an der Höhenentwicklung der angrenzenden Gebäude. Daran schließt sich in südlicher Richtung ein zweigeschossiger Gebäudeteil mit zurückspringendem Technikaufbau an. Im Gebäude werden die Bereiche Logistik und Apotheke zentral zusammengeführt. Er ist Anlaufpunkt, Lager und Verteiler sämtlicher Verbrauchsgüter des Krankenhauses und beinhaltet die komplette Verwaltung des Geschäftsbereiches Logistik. Im Bereich Apotheke werden Infusionslösungen, Sondernahrung, Chemikalien, Labordiagnostika und sonstigen apothekenpflichtigen Artikeln hergestellt, gelagert und individuell für jeden einzelnen Patienten des Klinikums portioniert. Die Organisation des Hauses ist gekennzeichnet von der räumlichen Trennung der beiden unterschiedlichen Abteilungen und der linearen Abfolge der Prozesse: Anlieferung – Lagerung – Verteilung.
Architekten:
F29 Architekten
Christian Schmitz (LP 1-9), Peter Zirkel (LP 5-9)
Ort:
Fetscherstrasse 74, 01307 Dresden
Auftraggeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (Nl. DD2), Dresden
Wettbewerb:
2006, 1. Preis
Benjamin Göbel
Danyel Pfingsten
Realisierung:
2011
Berit Mertsching
Alexander Krause
Martin Krause
Christine Wehner
BGF:
6.300 m²
Fachplaner:
Tragwerk: Ingenieurconsult, Dresden
Gebäudetechnik: Planungsgruppe M + M, Dresden
Labortechnik: IfG Leipzig, Leipzig
Fotograf:
Jörg Schöner
Büroaufstockung
Das Versorgungszentrum (Haus 60) der Universitätsklink „Carl Gustav Carus“ Dresden (UKD) soll im Geschäftsbereich Apotheke um Büroflächen erweitert werden.
Bei der Erweiterung wird der viergeschossige Kopfbau an der Pfotenhauer Straße um ein weiteres Geschoss ergänzt. Basis für das neue Geschoss ist die statische Grundannahme des Lastenausgleiches innerhalb des bestehenden Gebäudes. Horizontale Fensterbänder geben der Bestandsfassade eine lagernde Gestaltung, die in Verbindung mit den schweren Betonelementen den Schutz der wertvollen Medikamente und Lagerware ausdrückt. Die Fensterbänder sind von einer silbernen Aluminiumverkleidung gerahmt, die den Sonnenschutz aufnimmt und die Vordächer integriert. Das Motiv der Aluminiumverkleidung kehrt am oberen Abschluss des Kopfbaus wieder und schließt das Haus, ähnlich wie beim traditionellen Dachaufbau, nach oben hin ab.
Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen
Bei der Schaffung von altengerechtem Wohnraum geht es nicht alleine darum die entsprechenden Normen für rollstuhlgerechtes Wohnen zu erfüllen, sondern ein Umfeld zu errichten, welches für älter werdende Menschen ein möglichst selbstständiges Leben mitten in der Gesellschaft ermöglicht. Im Falle der Wohnanlage für betreutes Wohnen liegt das Grundstück auf einem ehemaligen Sägewerksgelände in einem kleinen Ort am Main, zwischen Einfamilienhäuser, zentrumsnahen Gewerbebauten und dem Bahnhof in der Nähe. Die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs können unmittelbar erreicht werden.
Die 24 Wohnungen sind in drei freistehenden dreigeschossigen Häusern mit ortstypischen giebelständigen Satteldächern aufgeteilt. Damit wird die Maßstäblichkeit des dörflichen Umfeldes gewahrt, aber auch die Identifikation der Bewohner mit ihrem Haus gestärkt, da die Hausgemeinschaft mit acht Wohnungen klein und übersichtlich ist. Die einzelnen Gebäude sind durch überdachte Wege miteinander verbunden. Sie setzen sich im Innern in den Treppenhäuser gradlinig fort, so dass sich die Bewohner trockenen Fußes zwischen den drei Häusern bewegen können. Das Außengelände ist nicht unterteilt und gehört zu allen Häusern, so dass der gemeinschaftliche Charakter der Anlage gestärkt wird.
Kindertagesstätte Pfiffikus

Kindertagesstätte Pfiffikus
Mit der Verpflichtung der Landeshauptstadt Dresden, jedem Vorschulkind einen Platz in einer Kindertagesstätte zu garantieren, wurde ein umfassendes Neubauprogramm vom Stadtrat verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, im Stadtteil Pieschen an der Wurzener Straße einen Ersatzneubau zu errichten. Der Vorgängerbau, eine Typenkindergarten aus den 1970er Jahren, musste aufgrund gravierender baulicher Mängel abgerissen und durch ein neues Gebäude für 220 Kinder ersetzt werden.
Unterschiedliche Bauweisen prägen das städtebauliche Umfeld am Ort. Rudimentäre gründerzeitliche Blockrandbebauungen stehen neben kleinteiligen Hausgruppen. Im übergeordneten Grünzug zwischen dem alten Pieschen im Süden und dem Sportgelände im Norden definiert sich die neue Kindertagesstätte „Pfiffikus“ in einer offenen Bauweise: ein freistehendes Haus im großen Garten. Die aus der Kinderzahl resultierende große Baumasse wird durch Vor- und Rücksprünge kleinteilig gegliedert. Die sich daraus ergebende mäandrierende Raumabfolge im Innern hat eine außerordentlich große räumlicher Differenziertheit zur Folge. Der Flurbereich variiert in den Breiten und wird dadurch zu einem großen Spielraum vor den zum hin Garten orientierten Gruppenräumen.
Botschafterresidenz Manhattan

Botschafterresidenz Manhattan
Bei der Residenz handelt es sich typologisch um ein Townhouse (Stadthaus). Es bildet mit den direkt angrenzenden Nachbargebäuden eine geschlossene Straßenrandbebauung entlang der East 65th Street, ein typischer Baustein in dem so charakteristischen Rasterplan von Manhattan. Es ist ein viergeschossiges Wohngebäude das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Es befindet sich in dem sogenannten „upper east side historic district“, in dem eine Bebauung aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten eingeschränkt werden kann. Seit den 1950er Jahren ist das Haus im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und wird seit dem als Dienstwohnung für den Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York genutzt.
Strukturell ist das Gebäude in zwei Bereiche horizontal gegliedert. In den beiden unteren Etagen befinden sich die repräsentativen Räume: Esszimmer, Salon und Bibliothek. In den beiden oberen Etagen liegen die Rückzugsbereiche der Bewohner mit Sanitär-, Schlafräumen und der Dachterrasse mit Blick über die Skyline von New York. Zur besseren Nutzung des privaten Bereiches sind der Zugang zur Dachterrasse und ein Wohnraum zu einer räumlichen Einheit zusammengefasst. So entsteht in den oberen Etagen ein Wohn- und Aufenthaltsbereich mit sehr privatem Charakter für die Bewohner der Residenz.
Nanobioanalytik-Zentrum

Nanobioanalytik-Zentrum, Münster
Die Nano-Biotechnologie ist ein spezieller Forschungs- und Technologiebereich, der sich durch seine extreme Interdisziplinarität auszeichnet. In ihm verschmelzen Erkenntnisse aus den Bereichen Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften einerseits mit denen der Biologie und Medizin anderseits auf der Nanoskala. Im Nano-Bioanalytik-Zentrum werden zukünftig ca. sieben Unternehmen ansässig und ca. 100 Arbeitsplätze entstehen. Aufgrund der Lage des Baugrundstückes im Münsteraner Stadtteil Gievenbeck wird es zukünftig als Auftaktgebäude für den Wissenschaftspark eine besondere Bedeutung erlangen.
Die äußere Gestaltung reagiert auf diese Besonderheit der Lage und der Funktion des Gebäudes. Tradition und Moderne spiegelt sich in der Gestaltung der Fassade wieder. Der Klinker, eingefügt in einer Elementbauweise von Stahl-Glas-Elementen, nimmt Bezug auf das in Münster traditionsreiche Material sowie auf Beispiele der innovativen klassischen Hochschularchitektur (MIT Campus). Die zweiteilige Bandfassade reagiert auf die Anforderungen der Nutzung. Die Oberlichter bestehen aus einem Prismenglas, das die Unterseite der Decke ausleuchtet und so für eine ausgewogene Lichtverteilung in den Laboratorien und Büros sorgt. Im Innern gruppieren sich alle Labor-, Büro- und Nebenflächen um eine zentrale Eingangshalle mit Kaskadentreppe.
































































