Jahresgruß 2024
Dieses Jahr wurde das Museum 1632 in Lützen fertig gestellt. Seit Oktober öffnet die Gedenkstätte nun ihre Türen für die Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg und der Schlacht von Lützen. Auch das Theater im Alten Schlachthof in Naumburg steht kurz vor der Vollendung.
Beim Hannes Meyer Preis 2024 des BDA Sachsen-Anhalt wurden Peter Zirkel Architekten gleich zweimal ausgezeichnet; einmal mit einer lobenden Erwähnung für die Stadtbibliothek Lutherstadt Wittenberg sowie mit einer Anerkennung für das Museum Lützen 1632 in Zusammenarbeit mit Naumann Wasserkampf Architekten. Die Schule Schilfweg wurde je mit einer Anerkennung beim Architekturpreis des BDA Sachsen und beim Erlweinpreis 2024 der Landeshauptstadt Dresden bedacht. Außerdem konnten Heine Mildner Architekten und Peter Zirkel Architekten gemeinsam die Entwurfsplanungen für das Bundesfilmarchiv Hoppegarten und für das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels abschließen.
Das Jahr war geprägt von vielen konstruktiven Dialogen mit Bauherrschaften, Planenden, Handwerkern und Handwerkerinnen, sowie unserem Team. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Wir wünschen ein friedliches Weihnachtsfest und ein Jahr 2025, das Raum für Weiterdenken, Zusammenarbeit und gemeinsame Gestaltungsfreude gibt.
Büroexkursion Zürich
Im November 2024 reisten Peter Zirkel Architekten nach Zürich. Bei der intensiven Exkursion durfte das Team die Stadt sowie interessante Projekte und Menschen kennen lernen. So führte zum Beispiel am ersten Tag Axel Simon durch die Wohnsiedlung Riedtli. Beeindruckend war auch die rückbaufähige, provisorische Kantonsschule Wiedikon von baubüro in situ mit Sporthalle von pool Architekten. Am winterlichen dritten Tag wurde das Pfarrhaus St. Antonius von Miroslav Šik in Egg besichtigt. Von dort ging es im Schneetreiben zum Zürichsee und per Boot zurück in die Stadt. Am vierten und letzten Tag rundete ein Architekturspaziergang durch Guggach mit Roland Züger die Exkursion ab. Unser Dank gilt allen, die diese inspirierende Erfahrung und neuen Eindrücke ermöglicht haben.
BDA Preis Sachsen 2024
Anerkennung für die Schule Schilfweg
Der Architekturpreis des BDA Sachsen wird alle drei Jahre mit dem Ziel vergeben, vorbildliche Bauten in Sachsen auszuzeichnen. Die feierliche Preisverleihung fand am 15.11.2024 in Chemnitz statt. Die Würdigung der Schilfschule in Dresden wird von der Jury wie folgt begründet: 'Das Schulhaus im Dresdner Stadtteil Seidnitz ist ein
vorbildhaftes Beispiel für zeitgemäßen Schulbau. (…) Der Modulbau mit seinen immer wiederkehrenden, optimierten und gleichen Teilen kann schnell zu einer starren Monotonie führen, die man hier jedoch an keiner Stelle findet. Das Architekturbüro von Peter Zirkel hat bei Konzeption und Bau der Schule am Schilfweg spielerisch mit Inspiration, Geschick und Sorgfalt auf allen Maßstabsebenen, vom städtebaulichen Entwurf bis zum Detail, dargelegt, wie diese Aufgabe gelingen kann und erhält dafür gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden eine Auszeichnung.'
Hannes Meyer Preis 2024
Lobende Erwähnung für die Stadtbibliothek Lutherstadt Wittenberg
Der BDA Sachsen-Anhalt schreibt 2024 zum sechsten Mal den 'Hannes-Meyer-Preis', den Architekturpreis des BDA-Landesverbandes aus. Bei der Bekanntgabe der Preisträger beim feierlichen Festakt in Magdeburg wurde die Stadtbibliothek in der Lutherstadt Wittenberg mit einer 'Lobenden Erwähnung' gewürdigt. Die Jury begründet ihr Entscheidung wie folgt: 'Die Stadtbibliothek von Wittenberg von 1964 hat über eine Sanierung der Substanz hinaus ein grundlegend neues Angebot erhalten, dass nicht nur den Veränderungen im Bibliothekswesen gerecht wird, sondern neue lichte Räume erzeugt hat und dabei die Qualität des Vorhandenen würdigt und herausarbeitet. Hier haben die Verfasser, Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten, rundherum überzeugende Arbeit geleistet (…)'
Hannes Meyer Preis 2024
Anerkennung für das Museum Lützen 1632
Am gleichen Abend wurde auch des Museum Lützen 1632 ausgezeichnet. Dazu die Jury: 'Geschichte ist was uns oder der Gesellschaft widerfahren ist. Daran zu erinnern hat insofern eine Bedeutung, dass es das Vergangene erlebbar macht und in unsere Gegenwart spiegelt. Damit bleiben oder werden Prozesse der Veränderung, Konflikte oder Kriege und ihre Auswirkungen transparent. Mit dem kleinen Museum Lützen 1632 ist es den Architekten par excellence gelungen genau dies zu tun. (…) Materialien und Details sind angemessen zurückhaltend gewählt, da ist wenig Zufälliges, das Planungsteam hat erfolgreich versucht dem Licht- und Raumerlebnis nichts entgegen zu stellen. Die Jury war begeistert. Architektur leistet hier mehr als der Aufgabe zu dienen'
Krieg gehört ins Museum
Sowohl Lernort als auch Gedenkstätte: Das ‚Museum Lützen 1632‘ widmet sich der Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs. Bei der Eröffnung am Mittwoch würdigte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff das neue Gebäude als „wichtigen Beitrag zur Landesgeschichte“. „Das ‚Museum Lützen 1632‘ lenkt den Blick auf die vielen unbekannten Soldaten des Dreißigjährigen Krieges“, sagte der CDU-Politiker in Lützen (Burgenlandkreis). Haseloff hob hervor, wie wichtig es ist, dass gerade junge Menschen das Museum besuchen, um ein Bewusstsein für die Schrecken des Krieges zu entwickeln. Das Museum leiste einen Beitrag dazu, dass „diejenigen, die neu auf die Welt kommen, nicht die alten Fehler wiederholen“. Auf rund 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Museum mit Exponaten, Grafiken und Bildern Einblicke in den Dreißigjährigen Krieg, die Schlacht von Lützen, das Lagerleben sowie Informationen über die wichtigsten Akteure.
Zur Website Museum Lützen 1632
Zum Projekt Museum Lützen 1632
Erlweinpreis 2024
Besondere Anerkennung für die Schule Schilfweg
Aller vier Jahre vergibt die Landeshauptstadt Dresden den Erlweinpreis in Würdigung der Verdienste von Hans Jacob Erlwein und zeichnet damit die architektonische Qualität von in der Öffentlichkeit wirksamen Bauten aus. Unter Vorsitz von Pia Maier Schriever begründet die Jury des diesjährigen Preises ihre Entscheidung wie folgt: "Das Schulgebäude überzeugt durch seine konzeptionelle Klarheit und seine Materialität, sowohl konstruktiv als auch atmosphärisch. Die Grundrissgliederung ist stringent und klar (…). Durch die serielle Bauweise in Holzmodulbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad und sehr kurzer Bauzeit entsteht ein beispielhaftes Gebäude für zeitgemäßes, nachhaltiges Bauen. Die Jury würdigt das ganzheitliche und nachhaltige Holzbauprojekt von Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten mit einer ‚Besonderen Anerkennung‘ im Rahmen des Erlweinpreises 2024".
Büroexkursion Burgenlandkreis
Unsere Tagesexkursion führte uns dieses Jahr in das südliche Sachsen-Anhalt. Eigene Projekte wie das Museum 1632 in Lützen, das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels und das Stadttheater im Alten Schlachthof in Naumburg standen auf dem Programm. Bei einer Führung mit Stiftungsdirektor Dr. Holger Kunde durch den Naumburger Dom bewunderten wir die behutsamen aber mutigen Ergänzungen, zum Beispiel den Cranach-Triegel-Altar im Westchor. Zum Abschluss genossen wir noch die Premiere von 'Auf den Spuren von Josef K.' nach Kafkas Roman im Theater Naumburg.
Hugenottenhalle Neu-Isenburg: Anerkennung
Die Hugenottenhalle und die Stadtbibliothek sind bereits heute ein für die Stadtgesellschaft Neu-Isenburgs besonderer Ort der Begegnung, Kommunikation, Kultur und Beteiligung. Das im Jahr 1976 von der Architektengemeinschaft Schmitt + Ehnes + Schiebener errichtete Gebäudeensemble soll hierfür zu einem 'Dritten Ort' umgestaltet werden. Einen Ort der Begegnung, an dem Besucher und Besucherinnen Menschen treffen, sich wie in einem städtischen Wohnzimmer wohlfühlen, sich informieren, lernen, Zeit verbringen, Kultur genießen und Spaß haben.
Hierfür lobte die Stadt Neu-Isenburg einen Realisierungswettbewerb aus. Unter den 20 Einreichungen wurde die Arbeit von Peter Zirkel (Architektur) und QUERFELDEINS (Freianlagen) mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali, würdigte insbesondere die Angemessenheit des Beitrages im Umgang mit dem Bestandsgebäude und die besonders hohe räumliche Qualität der Bibliothek.
Ausstellung „Holzwege“
Ausstellungseröffnung
„Holzwege“ - Zukunftsfähiger Holzbau in Mitteldeutschland
am 9. September, 17:00 Uhr
in der Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig
Die Architektenkammern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen stellen mit einer Ausstellung vorbildhafte Holzbau-Projekte in Mitteldeutschland vor und möchten damit den Holzbau voranbringen. Im Juni wählte eine fünfköpfige Jury aus 72 Einreichungen 38 herausragende Arbeiten dafür aus. Darunter auch das Projekt 'Schule Schilfweg' von Peter Zirkel Architekten. Jedes der ausgewählten Projekte wird in der Wanderausstellung auf einem Roll-up in deutscher und englischer Sprache präsentiert werden. Erste Station der Wanderausstellung ist die Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig, wo sie vom 9. September bis 1. Oktober 2024 passend zur Tagung EASTWOOD zu sehen sein wird.









