Himmelfahrt statt Höllensturz

Das ‚Museum 1632‘ wird im Feuilleton der FAZ-Ausgabe vom 19.März portraitiert. Andreas Platthaus beschreibt, wie es zum Entstehen des Gedenkortes kam; von der Schlacht auf einem Feld bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg und Bergen des Massengrabes bis zum Entstehen des heutigen Erinnerungsensembles.

„Dieser unabweisbar sakrale Eindruck lässt dem bloßgelegtem Knochenfeld indes die Würde, und dazu trägt auch das sich hoch über dem Präparat öffnende schmale Fensterband bei, das einzige Tageslichtelement im Halbdunkel der Ausstellung. Es verleiht dem Skelettgewirr den Charakter von Himmelfahrt statt Höllensturz. Die am Museumsbau beteiligten Architektenbüros Peter Zirkel (Dresden) und Naumann Wasserkampf (Weimar) haben die Ausstellungshalle tief in den Boden getrieben, als wäre sie selbst eine Grabkammer (und das ist sie ja auch). Darüber erhebt sich auf nackten Dämmbetonwänden ein Pultdach, das zur direkt daneben liegenden Gustav-Adolf-Gedenkstätte hin abfällt, man könnte sagen: sich verneigt.“

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Museum Lützen 1632 in der Bauwelt 05.2025

In der aktuellen Bauwelt mit dem Titel ‚Grand Tour‘ werden neue und erneuerte Museumsbauten vorgestellt. Ulrich Brinkmann schreibt über die jüngste Erweiterung einer der ältesten Gedenkstätten in Deutschland.

„Die einfache, von landwirtschaftlichen Zweckbauten abgeleitete Geometrie wird mit feinen Details als Kulturbau kenntlich gemacht.“

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Kammerkalender 2025

Der traditionelle Jahreskalender der Architektenkammer Sachsen präsentiert die Bandbreite der Arbeit ihrer Mitglieder. Für den Wandkalender 2025 wurden aus 58 Beiträgen 27 Bilder sehenswerter Projekte aus Sachsen ausgewählt. Darunter auch das Foto der Schule Schilfweg von Till Schuster.

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Rezension in der Bauwelt 1.2025

Die neuste Ausgabe der Bauwelt steht unter dem Titel 'Archivieren'. Josepha Landes rezensiert darin das Buch ‚Sowjetischer Pavillon. Substanz oder Erscheinung‘.

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Jahresgruß 2024

Dieses Jahr wurde das Museum 1632 in Lützen fertig gestellt. Seit Oktober öffnet die Gedenkstätte nun ihre Türen für die Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg und der Schlacht von Lützen. Auch das Theater im Alten Schlachthof in Naumburg steht kurz vor der Vollendung.

Beim Hannes Meyer Preis 2024 des BDA Sachsen-Anhalt wurden Peter Zirkel Architekten gleich zweimal ausgezeichnet; einmal mit einer lobenden Erwähnung für die Stadtbibliothek Lutherstadt Wittenberg sowie mit einer Anerkennung für das Museum Lützen 1632 in Zusammenarbeit mit Naumann Wasserkampf Architekten. Die Schule Schilfweg wurde je mit einer Anerkennung beim Architekturpreis des BDA Sachsen und beim Erlweinpreis 2024 der Landeshauptstadt Dresden bedacht. Außerdem konnten Heine Mildner Architekten und Peter Zirkel Architekten gemeinsam die Entwurfsplanungen für das Bundesfilmarchiv Hoppegarten und für das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels abschließen.

Das Jahr war geprägt von vielen konstruktiven Dialogen mit Bauherrschaften, Planenden, Handwerkern und Handwerkerinnen, sowie unserem Team. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Wir wünschen ein friedliches Weihnachtsfest und ein Jahr 2025, das Raum für Weiterdenken, Zusammenarbeit und gemeinsame Gestaltungsfreude gibt.


Büroexkursion Zürich

Im November 2024 reisten Peter Zirkel Architekten nach Zürich. Bei der intensiven Exkursion durfte das Team die Stadt sowie interessante Projekte und Menschen kennen lernen. So führte zum Beispiel am ersten Tag Axel Simon durch die Wohnsiedlung Riedtli. Beeindruckend war auch die rückbaufähige, provisorische Kantonsschule Wiedikon von baubüro in situ mit Sporthalle von pool Architekten. Am winterlichen dritten Tag wurde das Pfarrhaus St. Antonius von Miroslav Šik in Egg besichtigt. Von dort ging es im Schneetreiben zum Zürichsee und per Boot zurück in die Stadt. Am vierten und letzten Tag rundete ein Architekturspaziergang durch Guggach mit Roland Züger die Exkursion ab. Unser Dank gilt allen, die diese inspirierende Erfahrung und neuen Eindrücke ermöglicht haben.


BDA Preis Sachsen 2024

Anerkennung für die Schule Schilfweg

Der Architekturpreis des BDA Sachsen wird alle drei Jahre mit dem Ziel vergeben, vorbildliche Bauten in Sachsen auszuzeichnen. Die feierliche Preisverleihung fand am 15.11.2024 in Chemnitz statt. Die Würdigung der Schilfschule in Dresden wird von der Jury wie folgt begründet: 'Das Schulhaus im Dresdner Stadtteil Seidnitz ist ein
vorbildhaftes Beispiel für zeitgemäßen Schulbau. (…) Der Modulbau mit seinen immer wiederkehrenden, optimierten und gleichen Teilen kann schnell zu einer starren Monotonie führen, die man hier jedoch an keiner Stelle findet. Das Architekturbüro von Peter Zirkel hat bei Konzeption und Bau der Schule am Schilfweg spielerisch mit Inspiration, Geschick und Sorgfalt auf allen Maßstabsebenen, vom städtebaulichen Entwurf bis zum Detail, dargelegt, wie diese Aufgabe gelingen kann und erhält dafür gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden eine Auszeichnung.'

BDA

Schule Schilfweg


Hannes Meyer Preis 2024

Lobende Erwähnung für die Stadtbibliothek Lutherstadt Wittenberg

Der BDA Sachsen-Anhalt schreibt 2024 zum sechsten Mal den 'Hannes-Meyer-Preis', den Architekturpreis des BDA-Landesverbandes aus. Bei der Bekanntgabe der Preisträger beim feierlichen Festakt in Magdeburg wurde die Stadtbibliothek in der Lutherstadt Wittenberg mit einer 'Lobenden Erwähnung' gewürdigt. Die Jury begründet ihr Entscheidung wie folgt: 'Die Stadtbibliothek von Wittenberg von 1964 hat über eine Sanierung der Substanz hinaus ein grundlegend neues Angebot erhalten, dass nicht nur den Veränderungen im Bibliothekswesen gerecht wird, sondern neue lichte Räume erzeugt hat und dabei die Qualität des Vorhandenen würdigt und herausarbeitet. Hier haben die Verfasser, Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten, rundherum überzeugende Arbeit geleistet (…)'

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Stadtbibliothek


Hannes Meyer Preis 2024

Anerkennung für das Museum Lützen 1632

Am gleichen Abend wurde auch des Museum Lützen 1632 ausgezeichnet. Dazu die Jury: 'Geschichte ist was uns oder der Gesellschaft widerfahren ist. Daran zu erinnern hat insofern eine Bedeutung, dass es das Vergangene erlebbar macht und in unsere Gegenwart spiegelt. Damit bleiben oder werden Prozesse der Veränderung, Konflikte oder Kriege und ihre Auswirkungen transparent. Mit dem kleinen Museum Lützen 1632 ist es den Architekten par excellence gelungen genau dies zu tun. (…) Materialien und Details sind angemessen zurückhaltend gewählt, da ist wenig Zufälliges, das Planungsteam hat erfolgreich versucht dem Licht- und Raumerlebnis nichts entgegen zu stellen. Die Jury war begeistert. Architektur leistet hier mehr als der Aufgabe zu dienen'

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Museum Lützen 1632


Krieg gehört ins Museum

Sowohl Lernort als auch Gedenkstätte: Das ‚Museum Lützen 1632‘ widmet sich der Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs. Bei der Eröffnung am Mittwoch würdigte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff das neue Gebäude als „wichtigen Beitrag zur Landesgeschichte“. „Das ‚Museum Lützen 1632‘ lenkt den Blick auf die vielen unbekannten Soldaten des Dreißigjährigen Krieges“, sagte der CDU-Politiker in Lützen (Burgenlandkreis). Haseloff hob hervor, wie wichtig es ist, dass gerade junge Menschen das Museum besuchen, um ein Bewusstsein für die Schrecken des Krieges zu entwickeln. Das Museum leiste einen Beitrag dazu, dass „diejenigen, die neu auf die Welt kommen, nicht die alten Fehler wiederholen“. Auf rund 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Museum mit Exponaten, Grafiken und Bildern Einblicke in den Dreißigjährigen Krieg, die Schlacht von Lützen, das Lagerleben sowie Informationen über die wichtigsten Akteure.

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